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WM-Auslosung 2014: FIFA sorgt für Verwirrung wegen der Lostöpfe

Die Auslosung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien steht kurz bevor - am Freitagabend werden die endgültigen Lostöpfe bekannt gegeben und die FIFA sorgt derzeit für eine Menge Stirnrunzeln, weil sich Nationen im Topf der Besten wiederfinden, die bisher wenig nennenswerte Erfolge vorzuweisen haben.

In Topf 1 sind Gastgeber Brasilien, Welt- und Europameister Spanien, Argentinien und Uruguay, die bei den letzten Weltmeisterschaften gute Leistungen zeigten und das ebenfalls bei WM und EM erfolgreiche Deutschland gesetzt. Dazu kommt noch Kolumbien, das seit vielen Jahren zu den bestne Teams in Südamerika gilt. Doch um die letzten beiden Plätze wird stark diskutiert. Man erwartet dort Italien und Portugal. Doch stattdessen könnten dort Belgien und die Schweiz auftauchen.

Als Grundlage gilt die FIFA Weltrangliste. Und ob die so gerecht ist, darüber wird seit Jahren diskutiert. Belgien, das viele Jahre bei keiner WM dabei war und sich jetzt wieder qualifizieren konnte, feierte acht Siege und zwei Remis in einer eher leichten WM-Qualifikationsgruppe. Italien dagegen hatte zwei Unentschieden mehr auf dem Konto. Dazu musste die Squadra Azzura viele Punkte aus den Vorjahren verteidigen, was bei einer Saison ohne Endturnier schwer möglich ist. Deswegen ist Belgien derzeit auf Rang 5, der aktuelle Vize-Europameister Italien aber nur auf Platz 9. Auch die Schweiz setzte sich in einer leichten Gruppe dort. Portugal bekam es dagegen mit Spanien in der WM-Quali zu tun und musste über die Play-Offs gehen. Dort besiegten Ronaldo und Co dann die starken Schweden.

Der ehemalige deutsche Nationaltrainer und heutige Nationaltrainer der USA Jürgen Klinsmann hält nichts von dieser teilweise willkürlichen Einteilung der Lostöpfe für eine WM. Denn die Töpfe 2-4 können mehr oder weniger von den Offiziellen bestimmt werden. Denn in den Vorrundengruppen sollen keine Teams vom gleichen Kontinent aufeinander treffen. So drohen Hammergruppen wie Brasilien, Italien, USA und Frankreich, das als schlechtestes europäisches Team automatisch in Lostopf 4 fällt. Das Gegenteil davon wäre bei der WM 2014 eine Gruppe mit Belgien, Bosnien-Herzegowina, Honduras und Algerien. "Das ist unausgewogen und wird jede Menge Fragezeichen und viele Diskussionen hervorrufen", meint Klinsmann.

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