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Werder Bremen unterliegt im UEFA-Cup-Finale mit 1:2 nach Verlängerung gegen Donezk

Der SV Werder Bremen hat das erste seiner beiden wichtigen Finals am Ende dieser Saison verloren – im UEFA-Cup-Endspiel von Istanbul verloren die Grünen am Ende mehr oder weniger verdient gegen Schachtjor Donezk mit 1:2 nach Verlängerung. Obwohl den Bremern mangelnde Einsatzbereitschaft kaum vorzuwerfen war, wurde doch offensichtlich, woran es mangelte. An allen Ecken und Kanten war der Ausfall von Spielmacher Diego auszumachen – ohne den brasilianischen Superstar lief so gut wie nichts nach vorne.

Und gegen die Millionentruppe von Schachtjor Donezk, in dessen Anfangsformation ganze fünf namhafte Brasilianer zu finden waren, fand man sich von Beginn an in der Defensive. Die brasilianische Offensivabteilung von Donezk machte mächtig Wirbel, und auch auf den Rängen hatten die orangefarbenen Ukrainer die Oberhand. Bereits in der ersten Minuten erspielten sie sich gute Chancen, Bremen konnte nur schwer dagegen halten. Dann auch folgerichtig das 1:0 für Donezk in der 26. Spielminute – nach tollem Pass lupft Luiz Adriano gekonnt den Ball über Wiese.

Bremen angeschlagen aber noch lange nicht ausgezählt, mit vereinten Kräfte kämpften sie sich zurück in die Partie, kamen aber zu keinen wirklichen Chancen. Dann aber doch der etwas glückliche Ausgleich für die Bremer – einen Freistoß aus 25 Metern haut Naldo mit Wucht durch die Arme von Donezks Torwart Andrji Pjatow. Riesige Freude bei Bremen, das Finale war nun wieder offen, und mit dem Unentschieden ging es in die Kabine.

Dann in der zweiten Halbzeit in etwa das gleich Bild. Donezk versuchte über seine schnellen und ballsicheren Spieler Druck aufzubauen, Bremen aber stand nun deutlich sicherer in der Verteidigung. Beide Seiten kamen nur zu wenigen Chancen – und die, die sich boten wurden meist kläglich vergeben. Beide Mannschaften richteten sich jetzt bereits für die Verlängerung ein, und so kam es auch. Dann aber in der 97. Minute der Schock für Bremen, das 2:1 für Donezk nach einem herausragenden Spielzug. Der ansonsten perfekt haltende Tim Wiese war aber bei dem strammen Schuss aus kürzester Distanz wohl machtlos.

Bremen versuchte in der Folge mit aller Macht noch einmal Druck aufzubauen, scheiterte aber meist an der fehlenden Kreativität. Besonders weil Diegos Vertreter Mesut Özil die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte – vielleicht war es einfach etwas zu viel verlangt von dem 20-jährigen. Dann nach dem Schlusspfiff hängende Gesichter bei Werder. Ein weinender Naldo, ein ratlos schauender Diego, der zu seinen Kollegen auf das Feld geeilt war.

Und so blieb nach 120 Minuten eines nicht immer hochklassigen aber sehr spannungsreichen UEFA-Cup Endspiels nicht mehr als große Enttäuschung. Trainer Thomas Schaaf fasste es so zusammen: "Die Mannschaft sitzt traurig in der Kabine. Wir haben es heute nicht geschafft, das müssen wir akzeptieren. Jetzt müssen wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir noch vor uns haben, Samstag in Wolfsburg und dann das Pokalfinale. Wir haben nicht so ballsicher agiert und so ruhig kombiniert, wie wir es uns vorgenommen hatten." Leider das traurige Ende für Werder im UEFA-Cup.

Quelle: Bild.de
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