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Weitere Medaillen bei den Paralympics

Bei den Paralympics 2008 sind die Deutschen auch am Wettkampftag sechs ganz gut im Rennen. Nach dem Medaillenregen zu Beginn der Spiele konnten die Sportler mittlerweile schon 37 Medaillen anhäufen, davon 8 goldene. Damit steht Deutschland zwar nur auf dem zehnten Platz in der Gesamtwertung, aber es stehen auch fast noch die Hälfte der 472 Entscheidungen aus. Wie auch schon bei der Olympiade werden auch die Paralympics 2008 von den Gastgebern aus China dominiert, die bereits 35 Goldmedaillen zählen.

Eine überragende Goldmedaille im Einzelzeitfahren holte der Radrennfahrer Michael Teuber. Bei starker Hitze brachte er die 24,8 Kilometer schneller hinter sich als der Spanier Juan Jose Mendez. Teuber sagte: "Ich wollte unbedingt noch einmal Gold. Ich bin gegen alle Empfehlungen immer am Limit gefahren und habe alles aus meinem Körper herausgeholt." Nachdem er am Ziel von seinem Sieg erfuhr, brach er hemmungslos in Tränen aus, bevor Ehefrau und Mutter ihm gratulieren konnten. Teuber war nach einem Autounfall vor 20 Jahren permanent an den Rollstuhl gefesselt. Womit damals niemand gerechnet hat: Nach 2 Jahren brauchte er ihn nicht mehr, weil er aufs Fahrrad stieg.

Auch Radfahrer Wolfgang Sacher holte Gold in einer anderen Klasse. Die Handbikerin Dorothee Vieth ergatterte eine Bronzemedaille beim Straßenrad-Zeitfahren über 12,7 Kilometer. Es gab aber nicht nur auf Fahrrädern Medaillen für die Deutschen. Die 17-jährige Sprinterin Maria Seifert gewann Bronze über 100 Meter, sieht aber morgen über 200 Meter sogar noch bessere Chancen. Im Wasser konnte die Schwimmerin Kirsten Bruhn im Vorlauf über 100 Meter Brust einen neuen Weltrekord aufstellen und gilt im Finale damit schon mal als Favoritin. Bei den Männern kämpfen über 400 Meter Freistil noch Christoph Burkard und Nikolai Willig um Medaillen. Weitere Chancen haben außerdem die deutschen Segler, die sich derzeit stark in Medaillennähe befinden, sowie die Damen im Rollstuhl-Basketball, die gegen die Niederlande um den Halbfinaleinzug kämpfen.

Einen ganz besonderen Erfolg feierte außerdem der Wuppertaler Jochen Wollmert. In Chinas Nationalsport Tischtennis konnte der 43-Jährige mit den steifen Handgelenken vor 6000 Zuschauern den Chinesen Chaoqun Ye im Finale schlagen. Der Weltranglistenerste holte damit sein zweites Einzel-Gold nach Sidney 2000 und das erste männliche Gold für Deutschland bei diesen Spielen. Alles in allem läuft es also weiterhin gut für die deutschen Athleten und die ein oder andere Medaille wird es sicher noch geben bei den Paralympics 2008.

Quelle: ard.de, FOCUS Online, rp-online.de
Bild: dsb-npc.de

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