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Was gibt es Neues zu Olympia 2008?

Seit ein paar Tagen haben wir nicht mehr über Olympia 2008 berichtet. Es wird also Zeit dies aufzuholen und mal zu sehen, was die letzten Meldungen rund um die Olympischen Spiele 2008 waren.

Da gibt es zum Beispiel die Nachricht über die Manipulation der Umfrage auf der Internetseite der Tagesschau. Demnach haben anscheinend tausende Websites in China aufgerufen, diese Umfrage zum Olympischen Fackellauf zu manipulieren.

Um was ging es? Die Tagesschau.de stellte folgende Frage ins Internet "Soll der Fackellauf abgebrochen werden oder nicht?", was anscheinend Proteste in China hervorrief und Manipulationsversuche provozierte. So berichtet Focus-Online, dass auf 7.600 Websites ein Aufruf zur Teilnahme an der Umfrage gestanden haben soll, worin den Chinesen genau erklärt wurde, wie sie sich auf der Internetseite zurecht finden würden und dass sie bei "Nein" klicken sollten.

Allerdings war die Umfrage, nach Angaben des Nachrichtenportals zu diesem Zeitpunkt bereits beendet. Man wunderte sich eben nur über diese weiterhin hohen Klickzahlen.

Dem folgte die Nachricht, dass die Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch die Eröffnungsfeier boykottieren will. Damit wolle sie Zeichen setzen, auch wenn sie an den Wettkämpfen teilnehme, so Welt-Online.

Überhaupt scheint der Boykott der Eröffnungsfeier das geeignete Mittel zu sein, um Entrüstung zu zeigen. So hat das Europäische Parlament vorige Woche abgestimmt, seinen kontinentalen Staatschefs das Fernbleiben von der Zeremonie zu empfehlen, sollte Chinas Staatsführung weiterhin den Dialog mit dem Dalai Lama ablehnen. IOC-Chef, Jaques Rogge, dazu: "Wir werden da nicht intervenieren, aber die Athleten werden enttäuscht sein, wenn ihre politischen Führer nicht kommen."

Und am Montag gab es den Fackellauf in Oman, welcher ohne Störmanöver von statten ging. Da man von Anfang an nicht mit Protesten rechnete, war auch die Begleitung der Sicherheitskräfte recht überschaubar.
Oman war die neunte Station der Olympischen Fackel und gestern ging es für die Fackel nach Pakistan, wo die Route allerdings geändert wurde. So berichtete N-TV dass die Route aus Angst vor Terroranschlägen islamischer Extremisten, von der Innenstadt Islamabads in ein geschlossenes Sportzentrum verlegt wurde.

Focus-Online erläutert indes, dass die Proteste gegen die chinesische Tibet- und Menschenrechtspolitik wie in London oder Paris in Islamabad von höchster Stelle verurteilt werden. "Tibet ist ein unveräußerlicher Teil Chinas", sagte Präsident Pervez Musharraf. Pakistan verurteile alle, die tibetische Separatisten unterstützten. Denn anders als in Indien, wo das Olympische Feuer morgen Station machen wird, leben in Pakistan kaum Exil-Tibeter. Zudem unterhalten Islamabad und Peking seit Jahrzehnten enge bilaterale Beziehungen: China gehört zu den wichtigsten Waffenlieferanten des pakistanischen Militärs.

Zuletzt gab es dann noch Aufruhr über die chinesischen Fackelwächter. Spiegel-Online berichtet hierzu, dass die "blau-weißen-Traingsanzüge", die die Fackel während ihres Laufes schützen, von Australien nicht erwünscht sind. Die grimmigen Fackelwächter, angeblich Elitekräfte der chinesischen Militärpolizei, sollen am 24. April nicht in Canberra dabei sein, da diese anscheinend kompromisslos durchgreifen, sobald ein Demonstrant im Wege steht.

Premierminister Kevin Rudd erklärte, die chinesischen Sicherheitsleute kämen ihm nicht ins Land. "Wenn sie irgendjemanden anfassen, können sie festgenommen werden", so sogar der Organisator des australischen Fackellaufs, Ted Quinlan. Nur in einem Bus sollten die Chinesen die Etappe begleiten, hieß es von Seiten der Behörden.

Doch in der Tageszeitung "The Australian" stellte Polizeikommandant Shane Connelly nun klar, dass drei chinesische Begleiter dem Olympischen Feuer durch die australische Hauptstadt folgen würden. "Sie werden in bestimmten Bereichen mitlaufen." Zeitweise sei ihre Anwesenheit notwendig, weil sie die Flamme entzünden müssten, sagte Connelly. Aber Australiens Regierungschef Rudd widersprach dieser Darstellung und beharrte auf seiner Forderung, die Chinesen dürften - wenn überhaupt - nur im Bus den Fackellauf begleiten.

Warten wir ab, was am 24.04 in Canberra und am Donnerstag in Indien passieren wird.


Bild: Tzatziki (Flickr)

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