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Vorwürfe gegen Manfred Amerell erhärten sich

Die Vorwürfe der sexuellen Nötigung gegen den ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Amerell erhärten sich immer mehr – wie bereits zuvor vermutet wurde, sagten nun am Wochenende noch einmal vier weitere Jung-Schiedsrichter vor dem DFB gegen Amerell aus. Allem Anschein nach sagten auch sie aus, der bis zuletzt als Schiedsrichter-Sprecher des DFB agierende Amerell habe sich ihnen sexuell belästigend genähert.

In einem exklusiven Interview mit Bild.de erklärte sich nun DFB-Präsident Theo Zwanziger. 'Amerell wird stark und intensiv belastet. Seinen Rücktritt von allen Ämtern halte ich für absolut notwendig', so Zwanziger. Außerdem werde jetzt in den nächsten Tagen noch geprüft, ob darüber hinaus auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden müsse. Dies, so Zwanziger, prüfe derzeit die Rechtsabteilung des DFB.

Auf dem Prüfstein stehen darüber hinaus in dem Verband nun die gesamten Strukturen im Schiedsrichterwesen. Liga-Präsident Reinhard Rauball kritisierte am Wochenende scharf das Schiedsrichterwesen, hier müsse man endlich wieder mehr Transparenz, Fairness und Offenheit reinbringen. Zwanziger bekräftigte dies und handelte bereits den ehemaligen Schiedsrichter Herbert Fandel als neuen starken Mann im Schiedsrichter-Ausschuss.

Unklar ist hingegen, wie die Karriere von Michael Kempter nach dem Skandal weitergehen wird – er hatte den Stein mit den Vorwürfen der sexuellen Belästigung ins Rollen gebracht. Zwanziger aber machte deutlich, dass er sich eine Rückkehr von Kempter in die Bundesliga sehr wünsche, so viel Mut müsse von den Fans honoriert werden. Wie es mit Manfred Amerell nach den neuerlichen Vorwürfen indes weitergeht, muss erst einmal abgewartet werden.

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