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Vierschanzentournee: Gleich 3 Deutsche in der Top-Ten

Zum Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf flogen gleich drei deutsche Skispringer in die Top Ten. Am besten abschneiden konnte dabei der 28-fache Weltcupsieger Martin Schmitt. Nachdem es lange eher ruhig um den inzwischen 30-Jährigen war ist nun plötzlich die Rede vom ganz großen Comeback.

Der Schweizer Simon Ammann konnte diese erste von vier Skisprung-Weltcupveranstaltungen für sich entscheiden. Der Favorit sprang zunächst 136,5 und danach 134 Meter, die Gesamtpunktzahl von 286,4 reichte ganz knapp zum Sieg gegen den Österreicher Wolfgang Loitzl (285,2 Punkte). Auf Platz drei folgte überraschend der Russe Dimitri Wassiliew vor dem viertplatzierten Österreicher Gregor Schlierenzauer. Neben Schmitts fünften Platz sorgten Michael Neumayer (Platz 9) und Michael Uhrmann (Platz 10) für das gute deutsche Gesamtergebnis.

Die Begeisterung ist nun groß. Thomas Pfüller, Sportdirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), schwärmte: "Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich so etwas das letzte Mal erlebt habe. Das muss zu Sven Hannawalds Zeiten gewesen sein. Ich bin absolut zufrieden." Und auch der Bundestrainer Werner Schuster lobte anerkennend: "Ich kann Martin nur gratulieren. Er hat einen fantastischen Wettkampf gemacht, auch wenn sein zweiter Sprung nicht optimal war." Tatsächlich hatte sich Martin Schmitt noch größere Chancen ausgerechnet und hätte bei einem besseren zweiten Sprung durchaus Chancen auf das Siegertreppchen gehabt. "Wenn man die Chance hat, auf das Podest zu springen, würde man gerne im Auslauf jubeln. Deshalb bin ich etwas enttäuscht. Es tut ein bisschen weh", gestand der populäre Sportler, nach dem in Furtwangen sogar eine Straße benannt ist.

Dennoch habe er "alles rausgeholt", nun warten alle auf weitere Erfolge und einige sehen Martin Schmitt schon wieder an der Weltspitze wie in den Jahren 1998 bis 2001 Kollege Michael Uhrmann hingegen freute sich offensichtlich über die Top-Ten-Platzierung. "Mein bestes Saisonergebnis - und das bei der Tournee. Ich bin mehr als zufrieden", jubelte der Polizeiobermeister aus Wegscheidt im Landkreis Passau. Zuletzt war er schließlich weit von der Weltcup-Form aus dem Jahr 2007 entfernt. Nun dürfen sich die Herren schließlich auch noch im das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen beweisen, gefolgt von Innsbruck und dem Dreikönigsspringen in Bischofshofen. Da bleiben also noch genug Möglichkeiten, um auf der Vierschanzentournee für deutsche Siege zu sorgen.

Quelle: zdf.de, FOCUS Online
Bild: 4Schanzentournee.com

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