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Tour de France: ARD und ZDF steigen aus

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF ziehen sich ab 2012 aus der Live-Berichterstattung von der Tour de France zurück. Damit reagieren die TV-Anstalten auf die immer noch nicht gelöste Drogenproblematik im Radsport. Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, reagierte darauf sarkastisch.

Das Interesse an am wichtigsten Radrennen der Welt, der Tour de France, schwand bei den Zuschauern wie auch bei Werbepartnern immer mehr. Immer neue Dopingfälle wurden aufgedeckt, bis schließlich jeder unter Verdacht war. So richtig die Problematik tat niemand im Weltradsport. Nun zogen ARD und ZDF die Konsequenz: Schluss mit Live-Bildern.

Vor allem in der ARD wollten mehrere Intendanten das Live-Erlebnis nicht mehr unterstützenm berichtet der kicker. Radsportfans können die Tour de France also in diesem Jahr vom 2. bis zum 27. Juli zum letzten Mal als Live-Erlebnis in ARD und ZDF verfolgen. Am Mittwoch teilten beide Sender knapp mit: 'Die Tour finde bei den deutschen Fernsehzuschauern nur noch eine geringe Akzeptanz, die lange Live-Sendestrecken nicht mehr rechtfertigt.'

Rudolf Scharping, der Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Süffisant kommentierte er: 'Es zeigt, dass die Produktion einer Telenovela offensichtlich billiger ist als eine Radsport-Übertragung.' Radsportfans müssen aber auch ab nächstes Jahr nicht auf Live-Bilder verzichten. ARD und ZDF steigen zwar bei der Tour de France aus, Eurosport sendet aber weiter live.

Bild: ARD ZDF, Tour de France

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