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Die 10 spannendsten Meisterschaftskämpfe in der Bundesliga

Nach Jahren der Langeweile und sieben souveränen Meisterschaften des FC Bayern München sieht es in der Saison 2019/2020 mal wieder nach einem spannenden Titelkampf aus, der bis zum letzten Spieltag andauern könnte, denn RB Leipzig, Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach mischen noch oben mit. Spannend ging es auch schon in der Vergangenheit zu. Diese Herzschlagfinals wollen wir euch hier mal vorstellen. Beginnen wollen wir aber mit der kuriosesten Meisterschaft in der Saison 1997/1998, denn zum ersten und vielleicht auch einzigen Mal wurde ein Aufsteiger Deutscher Meister. Am vorletzten Spieltag machte der 1. FC Kaiserslautern den Titel klar, Trainer war damals Otto Rehhagel, der mit seinem Team am 1. Spieltag direkt bei Bayern München gewonnen hatte. Unvergessen bleibt aber die Vier Minuten-Meisterschaft von Schalke 04. In der Saison 2000/2001 dachten die Königsblauen, sie wären Meister, weil die Bayern vermeintlich mit 0:1 beim HSV verloren hatten. Aber das Spiel lief noch und der Rekordmeister bekam in der Schlussminute einen indirekten Freistoß. Patrik Andersson knallte das Leder durch die Mauer ins Netz und am Ende waren dann doch mal wieder die Bayern Meister.


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Das Feld von hinten aufrollen

In der Saison 1982/1983 musste die Entscheidung am letzten Spieltag fallen. Der HSV hatte gegenüber Werder Bremmen das bessere Torverhältnis. Deswegen war klar, dass der 2:1-Sieg von Hamburg reichte. Anschließend drehte die Mannschaft mit ihrem Privatjet noch eine Runde über dem Stadion in Bremen. Das war schon eine kleine Provokation. Als die Bayern in der Saison 2008/2009 mal eine Schwächephase hatten, schlug der VfL Wolfsburg zu. Mit einer grandiosen Rückrunde verbesserte sich das damals von Felix Magath trainierte Team von Platz 9 auf Platz 1, eine unglaubliche Leistung. Aber man hatte mit Grafite und Edin Dzeko auch ein überragendes Sturmduo, das zusammen 54 Tore schoss. Nur eins fehlte zum perfekten Glück, ein Rathausbalkon, wo man die Schale den Fans präsentieren konnte.



Unerwartete Niederlage

Eigentlich war schon alles klar für Bayer Leverkusen in der Saison 1999/2000. Ab Spieltag 30 waren sie Tabellenführer und das letzte Spiel hatten sie bei drei Punkten Vorsprung bei der schon abgestiegenden SpVgg. Unterhaching. Eine klare Sache, sollte man meinen, aber es kam ganz anders. Michael Ballack, damals der beste Fußballer in Deutschland, unterlief ein Eigentor. Am Ende verliert der haushohe Favorit mit 0:2, während der FC Bayern mit 3:1 bei Werder Bremen gewinnt und wegen des besseren Torverhältnisses Deutscher Meister wird. Weil Leverkusen dazu noch das Finale im DFB-Pokal und der Champions League verliert, bekamen sie den unschönen Spitznamen Vizekusen verpasst. In der Saison 2003/2004 machte Werder Bremen den Titel schon zwei Spieltage vor Schluss. Sie gewinnen ausgerechnet beim Hauptkonkurrenten Bayern München und waren vorzeitig Meister, der legendäre Ailton war der Superstar des Teams.


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EIn Stadon voller Tränen

Richtig dramatisch war es in der Saison 1991/1992, als Eintracht Frankfurt punktgleich aber mit dem besseren Torverhältnis vor dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund lag. Am letzten Spieltag ging es zu Hansa Rostock, das schon abgestiegen war. Wieder dachte man, das sei nur noch Formsache, aber Frankfurt verlor mit 1:2 und zig tausende Fans ließen ihren Tränen freien Lauf. Aber auch der BVB hatte an etwas zu knabbern, denn zwischenzeitlich sahen sie wie der Meister. Aber ein paar Minuten vor Schluss machte Stuttgart das Siegtor bei Bayer Leverkusen und schnappte allen die Schale weg. Besser lief es für Dortmund in der Saison 2010/2011, als man mit einer jungen Mannschaft und nicht gerade als Favorit Meister wurde. Überraschend souverän marschierten sie durch die Saison und düpierten Bayern München, das ab dem Zeitpunkt voll aufrüstete.



Als Absteiger gehandelt, als Meister aufgehört

Eine der unerwartetsten Meisterschaften schaffte Eintracht Braunschweig in der Saison 1966/1967. Sie wurden als Absteiger gehandelt, hatten einen Kader mit Spielern, die weit weniger verdienten, als die Konkurrenz und dann spielten sie eine Traumsaison. Vor dem letzten Spiel waren sie punktgleich mit Eintracht Frankfurt und 1860 München, aber mit einem 4:1 gegen den FC Nürnberg machten sie alles klar. Aber zum Abschluss bekommen wir es wieder mit den Bayern zu tun. Fußballexperten verorten den Ursprung des rasanten Aufstiegs des Vereins in die Saison 1971/1972. Damals führten sie einen Zweikampf mit dem FC Schalke 04 und zum Abschluss der Saison kam es zum großen Finale in München. Der Sieger ist Meister und es war damals Bayern, denn sie gewannen das Spiel deutlich mit 5:1 mit Spielern wie Franz Beckenbauer deren Namen noch nicht so glanzvoll klangen, wie sie es einige Jahre später bis heute tun.


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