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Die verrücktesten Rekorde im Tennis

Seit Angelique Kerber und Alexander Zverev wieder für Erfolge im deutschen Tennis sorgen, ist der Sport wieder viel populärer hierzulande geworden. Leider fehlt es den beiden etwas an Konstanz, aber wir können uns ja immer noch an den Matches der absoluten Superstars wie Roger Federer, Juan Martin del Potro Rafael Nadal oder Novak Djokovic erfreuen. Rekorde gibt es bei diesen Spielern meistens in der Anzahl der gewonnen Titel. Wir gehen hier aber auf andere Rekorde ein, die etwas verrückter und kurioser sind. Manchmal sind auch Spielerinnen und Spieler beteiligt, von denen man noch nicht so viel gehört hat. Aber sie stehen in den Geschichtsbüchern, weil sie etwas außergewöhnliches und erstaunliches geleistet haben.


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Längste Ballwechsel

Den ersten Rekord, den wir hier vorstellen, wollen wir mit Vorsicht genießen, denn es gibt keinerlei Beweise wie etwa TV-Bilder dafür. Angeblich soll der längste Ballwechsel im Herrentennis 3 Stunden und 33 Minuten gedauert haben. Im Jahr 1988 sollen sich die Spieler W. Duggan und R. Kapp bei einem Turnier in Santa Barbara den Ball insgesamt 6202 Mal hin und her gedroschen haben. Die ATP, die die Turniere organisiert, führt diese beiden Spieler aber nicht, deswegen ist das ziemlich unbestätigt. Sicher ist aber, dass der längste Ballwechsel bei den Damen 29 Minuten gedauert hat, was schon realistischer klingt. Die US-Amerikanerinnen Vicky Nelson und Jean Hepner spielten den Ball im Oktober 1984 beim WTA-Turnier in Richmond dabei 643 Mal über das Netz. Allein der Tie-Break in diesem über sechseinhalb Stunden dauernden Match hat 1 Stunde und 47 Minuten gedauert.



Längstes Match

Der Franzose Nicolas Mahut und der US-Amerikaner John Isner sorgten in der 1. Runde in Wimbledon 2010 für einen absoluten Rekord, als sie sich über drei Tage duellierten, natürlich mit Pausen. Weil es im fünften und entscheidenen Satz keinen Tie-Break gab, hat das Spiel insgesamt 11 Stunden und 5 Minuten gedauert und das Ergebnis war 70:68 im letzten Satz. Zwei Mal musste wegen Dunkelheit abgebrochen werden, bis Isner gewonnen hat, der dabei auch noch mit 112 Assen die meisten Asse in einem Match schlug, Gegner Mahut gelangen 103 Asse und er liegt damit auf Platz 2 in dieser Wertung. Bei den Frauen ging es etwas schneller. Bei den Australian Open 2011 standen sich Francesca Schiavone und Swetlana Kusnezowa insgesamt 4 Stunden und 44 Minuten gegenüber.


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Kürzeste Matches

Anders herum geht es aber auch. Nur 28 Minuten und 20 Sekunden brauchte der Finne Jarkko Nieminen, bis er im März 2014 in Miami den Australier Bernard Tomic mit 6:0 und 6:1 besiegt hatte. Steffi Graf hat dagegen im Finale der French Open 1988 mit ihrer Gegnerin Natalija Swerawa kurzen Prozess gemacht und nach 31 Minuten mit 6:0 und 6:0 gewonnen. Die Deutsche stand außerdem von 1987 bis 1990 in 13 Grand Slam-Endspielen hintereinander.



Schnellster Aufschlag

Im Jahr 2012 knallte der Australier Sam Groth beim Challenger-Turnier in Busan einen Aufschlag mit 263 Stundenkilometern über das Netz. Härter hat bis heute niemand aufgeschlagen. Bei den Damen hält Sabine Lisicki den Rekord. Sie schaffte es 2014 beim WTA-Turnier in Richmond mit 210 Stundenkilometern zu servieren. Es ist schon ein Riesenvorteil, wenn man über einen sehr guten Aufschlag verfügt, umso fataler ist es, wenn dieser einen verlässt. Anna Kurnikowa gelang bei den Australian Open 1999 in der 2. Runde gegen Miho Saeki mit ihrem Aufschlag relativ wenig und sie servierte insgesamt 31 Doppelfehler, so viele wie niemand sonst in einem Match. Erstaunlicherweise hat sie das Spiel aber dennoch gewonnen.


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