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Super Bowl XLVII: Die Baltimore Ravens sichern sich die Trophäe

Was für ein Finale im Super Bowl XLVII. Kurz nach der Halbzeit schien der Sieger schon so gut wie festzustehen und gähnende Langeweile drohte, aber dann überschlugen sich die Ereignisse. Die klar in Führung liegenden Ravens aus Baltimore ließen sich von einem Stromausfall aus dem Konzept bringen, für die San Francisco 49ers war die völlige Dunkelheit im Stadion wie eine Initialzündung. Aber der Reihe nach.

Schon vor dem Kick-Off war dieser Super Bowl ein ganz Besonderer. Denn zum ersten Mal in der Geschichte des American Footballs kam es zu einem Bruderduell auf dem Trainerstuhl. John Harbaugh trainiert die Ravens, sein ein Jahr jüngerer Bruder Jim Harbough ist Head Coach der 49ers. Die Eltern saßen auf der Tribüne und beobachteten, wie der ältere Sohn schließlich gewann.

Von Anfang an schien alles für Baltimore zu laufen. San Francisco leistete sich viele Fehler und musste bereits nach fünf Minuten den ersten Touchdown zulassen. Im ersten Viertel schafften die 49ers mit einem Field Goal zwar noch das 3:7, aber im zweiten Viertel mussten sie die Ravens davon ziehen lassen. Durch zwei Touchdowns auf Seiten von Baltimore, dem lediglich ein weiteres Field Goal gegenüberstand, stand es zur Halbzeit bereits 21:6.

Nach einer spektakulären Halbzeit-Show mit Beyoncé und ihren Mitstreiterinnen von Destiny's Child, die zum ersten Mal nach Jahren wieder zusammen auftraten, wollte San Francisco den Abstand verkürzen. Doch es kam noch schlimmer. Baltimore-Spieler Jacoby Jones schnappte sich das Ei an der eigenen Zone und rannte über das gesamte Feld, um den nächsten Touchdown zu markieren. Nach einem weiteren Extrapunkt stand es schließlich 28:6 und das Finale schien entschieden.

Doch schon im Halbfinale bewiesen die 49ers, dass sie hohe Rückstände aufholen können. Diesmal kam ihnen ein Stromausfall zu Hilfe. Plötzlich stand das gesamte Stadion in New Orleans im Dunkeln, das Spiel musste 34 Minuten unterbrochen werden. Und als die Lichter wieder angingen, war es ein ganz anderer Super Bowl. Mit zwei Touchdowns und einem Field Goal kam San Francisco auf 23:28 heran. Im letzten Viertel konnten die Ravens durch ein Fied Goal zwar ihren Score um drei Punkte erhöhen, aber die 49ers schafften einen weiteren Touchdown (allerdings ohne Extrapunkt) und plötzlich stand es nur noch 31:29 für die Ravens. Justin Tucker, der Kicker von Baltimore, sicherte mit einem Field Goal schließlich den Sieg. San Francisco schaffte durch eine Safety nur noch zwei Punkte.

Am Ende hieß es 34:31 für die Baltimore Ravens und die Fans im Stadion sowie weltweit knapp eine Milliarde Zuschauer an den TV-Geräten waren begeistert. Nur die Anhänger und das Team der 49ers ließ etwas die Köpfe hängen, sie wurden für die grandiose Aufholjagd nicht belohnt.

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