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Stefan Effenberg scheitert in Gladbach mit der 'Initiative Borussia'

Stefan Effenberg und seinen Mannen hatten sich mit der medienwirksam gestarteten 'Initiative Borussia' wahrlich große Ziele gesteckt - mit einer umfassenden Satzungsänderung wollten sie den Club vom Kopf auf die Füße stellen und ab sofort das Kommando bei dem Bundesligisten übernehmen. Nun ist ihr Ansinnen bei der finalen Mitgliederversammlung grandios gescheitert, keine Chance für den Tiger.

Es hätte einer handfesten Zweidrittelmehrheit bedurft, doch die Mitglieder bei der turbulenten Hauptversammlung stellten sich gemeinsam gegen die Initiative. Gerade einmal 335 der insgesamt 4.769 Anwesenden stimmten für die Satzungsänderung, klarer hätte das Votum des Vereins nicht ausfallen können. Nach dem in letzter Sekunde geschafften Klassenerhalt fürchteten ganz offensichtlich die meisten Mitglieder eine radikale Revolution.

Hätte die Initiative gewonnen, wäre Stefan Effenberg Sportdirektor geworden, Ex-Trainer Horst Köppel wäre zum neuen Klubchef aufgestiegen. Doch daraus wird nichts - nach einer langen und sehr emotional geführten Diskussion, die ein nicht gekanntes Ausmaß an öffentlichem Interesse hervor gerufen hatte, muss sich die mit Wirtschaftsfachleuten flankierte Initiative wieder zurück ziehen.

Dennoch hagelte es lautstarke Kritik an der jetzigen Führung. Sowohl Vereinsboss König als auch Sportdirektor Eberl mussten sich den Ausführungen der Redner stellen - einzig Trainer Lucien Favre wurde mit stehenden Ovationen bedacht. Eins aber ist klar, Stefan Effenberg und seine ambitionierte 'Initiative Borussia' wird dem Traditionsverein bis aus Weiteres erspart bleiben...

Quelle: Sport1.de
Bild: YouTube 1 und 2

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