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Die skurrilsten Wutanfälle des UIi Hoeneß

Uli Hoeneß steht wie kein zweiter im deutschen Fußball für Erfolg und er hat den FC Bayern München von einem normalen Bundesligaverein zu einer Weltmarke gemacht, aber immer wieder polterte er auch mächtig drauf los, wie zuletzt am 10. November 2019, fünf Tage vor seinem Rücktritt von allen Ämtern bei den Bayern. Urplötzlich war der Präsident des deutschen Rekordmeisters bei der Talkshow "Doppelpass" auf Sport1 während der Sendung in der Telefonleitung und beschwerte sich darüber, dass sich die Runde respektlos gegenüber Sportdirektor Hasan Salihadmizic geäußer habe, dem er attestierte, dass er gute Arbeit leiste, die aber von niemandem richtig wahrgenommen werde. Besonders hatte er es auf einen Journalisten abgesehen, dem er bescheinigte, überhaupt keine Ahnung zu haben. Lustigerweise sagte genau dieser Journalist in der gleichen Sendung, dass Erzrivale Borussia Dortmund wohl nicht Deutscher Meister werde und da wird Uli Hoeneß wohl eher zustimmen.

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Der Torwartstreit

Doch das war nicht der einzige Aussetzer in der letzten Zeit. Einige Wochen vorher hat Torwart Marc-André ter Stegen seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass ihm der versprochene Einsatz in der Nationalmannschaft doch nicht gegeben wurde und er gerne spielen würde. Das sah Uli Hoeneß als einen Angriff auf Bayern-Torwart Manuel Neuer. Er sagte am 19. September 2019 in die Mikrofone, dass ter Stegen unverschämterweise einen völlig untadeligen Sportsmann beschädigen würde.

Die Koks-Affäre

Als Christoph Daum im Jahr 2000 kurz davor wa, Bundestrainer zu werden, ließ Uli Hoeneß die Bombe platzen und verriet, dass der Trainer Kokain nehme. In diesem Jahr war er wieder per Telefon beim "Doppelpass" zugeschaltet und wetterte darüber, dass es nicht gehe, dass ein Drogenabhängiger Bundestrainer werde. Daraus entwickelte sich die Koks-Affäre mit der Haaranalyse, bei der sich Christoph Daum mächtig blamierte, weil diese nämlich positiv war, obwohl er zunächst alles abgestritten hatte.

Wird beleidigend

Als Mesut Özil im Jahr 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten ist, fühlte sich Uli Hoeneß bemüßigt, noch mal nachzutreten. Er nannte den Spieler von Arsenal London einen Alibi-Kicker, der während seiner Zeit in der DFB-Elf überhaupt keine Hilfe war. Außerdem sagte er noch, dass er einen "Scheißdreck" gespielt habe, was er später wenigstens noch etwas abschwächte, in dem er die Leistung des Spielers als "Mist" korrigierte. Der Bayern-Präsident vergaß dabei, dass man Mesut Özil einiges zu verdanken hatte, während zweier Weltmeisterschaften.

Schießt gegen eigene Spieler

Bei der legendären Pressekonferenz des Bayern-Vorstandes im Oktober 2018 forderte man zunächst mehr Respekt gegenüber den Spielern des FC Bayern. Karl-Heinz Rummenigge zitierte das Grundgesetz, Artikel 1, die Würde des Menschen sei unantastbar. Kurz darauf machte Uli Hoeneß dann Ex-Spieler Juan Bernat alleine dafür verantwortlich, dass die Bayern fast aus der Champions League ausgeschieden seien. Da war Respekt dann egal. Uli Hoeneß hat sehr viel Gutes in seinem Leben getan und ist sozial engagiert, in Erinnerung bleiben aber vor allem seine verbalen Aussetzer.

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