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Ski WM 2013 in Schladming: Skandalrennen und ein überraschendes Silber

Österreich freute sich riesig, als klar war, dass Schladming nach 1982 das zweite Mal die Alpine Ski-WM ausrichten darf. Der Skiort putzte sich richtig raus, 26 Millionen Euro wurden in neue Bauten und ein imposantes Stadion investiert, in dem am Montagabend eine stimmungsvolle Eröffnungsfeier stattfand. Und dann spielte das Wetter nicht mit.

Am Dienstag sollte das erste Rennen der Ski WM 2013 stattfinden. Der Super-Riesenslalom der Damen stand auf dem Programm. Aber der Nebel war zu dicht. Der Starttermin wurde ab 11 Uhr im 15 Minuten-Takt nach hinten verschoben. Bis man dann den letzten möglichen Termin um 14:30 Uhr nutzte, um das Rennen durchzuziehen. Österreichische Zeitungen berichteten am Tag darauf, dass die Bedinungen irregulär gewesen wären.

Auch während des Rennens zog der Nebel immer wieder auf, so dass es eine Art Glücksspiel war, ob man klare Sicht hat oder nicht. Ein Streckenposten stürzte gar dabei, die Piste zu präparieren und musste mit dem Sanitär-Hubschrauber abgeholt werden. Das war aber nicht der letzte Einsatz des Helikopters. Denn auch Lindsey Vonn stürzte schwer, sie schrie ihren Schmerz heraus und das ganze Stadion sowie ihre Mitkonkurrentinnen erschraken. Sie knickte nach einem Sprung um und zog sich einen Kreuzbandriss im Knie zu.

Nachdem 30 Läuferinnen im Ziel waren, wurde das Rennen abgebrochen. Es wird trotzdem gewertet. Gold holte Favoritin Tina Maze aus Slowenien vor Lara Gut aus der Schweiz und Julia Mancuso aus den USA. Für den DSV ging das Rennen nicht sonderlich gut aus. Viktoria Rebensburg fuhr auf Rang 8. Maria Höfl-Riesch und Veronique Hronek scheiterten nach toller Fahrt jeweils am gleichen Tor. Und Lena Dürr landete auf dem letzten Platz.

Der Super-G der Männer einen Tag später brachte dann eine faustdicke Überraschung. Der Franzose Gauthier de Tessieres war eigentlich für einen Start gar nicht vorgesehen. Doch vor fünf Tagen erfuhr er, dass ein Teamkamerad ausfallen wird und er starten darf. Daraufhin schnappte er sich die Silbermedaille. Gold holte Riesenslalom-Spezialist Ted Ligety aus den USA. Topfavorit Aksel Lund Svindal aus Norwegen unterlief kurz vor dem Ziel ein Riesenfehler, statt den WM-Titel erhielt er dann die Bronzemedaille. Die beiden DSV-Läufer Tobias Stechert und Stephan Keppler fuhren auf die Ränge 25 und 34.

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