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Silvia Neid feiert Weltmeister Japan schadenfroh auf der Tribüne - spannendes Finale!

Damit hatte vor Beginn der Frauenfußball Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land wirklich keiner gerechnet - nach einem insgesamt gelungenen und auch unterhaltsamen Turnier wird Außenseiter Japan der strahlende Sieger. Das Team der Asiatinnen setzte sich am Sonntagabend in einem spannende Finale gegen den haushohen Favoriten aus den USA aus, am Ende musste das Elfmeterschießen entscheiden. Hier hatten die Japaner nach einem kräftezehrenden Match einfach die besseren Nerven.

Keine Frage, Japan hat sich nach einem sensationellen Turnier den ersten WM-Titel seiner Geschichte verdient, doch im Finale gewann an diesem Abend eindeutig das glücklichere Team. Von Beginn an hatten die US-Girls klar gemacht, wer das stärkere Team war, doch selbst allerbeste Chancen konnte der zweimalige Weltmeister nicht nutzen. Beinahe sah es schon so aus, als würden die USA verzweifeln, doch ihre spielerische Überlegenheit war über das gesamte Match eindeutig.

Kaum einmal kamen die Japanerinnen gefährlich vor das Tor von Superstar Hope Solo, und eigentlich konnte sich keiner vorstellen, dass sie als Sieger vom Platz gehen würden. Dann fiel in der 69. Minute endlich das erlösende Tor für die USA, die eingewechselte Alex Morgan nutzte einen schönen Angriff, nun schien das Finale entschieden. Doch die Japanerinnen kamen noch einmal zurück und nutzten eine groben Abwehrschnitzer in der 81. Minute zum mehr als glücklichen Ausgleich.

In der Verlängerung weiterhin das gleiche Bild, die USA waren drückend überlegen und konnten abermals in der 104. Minute diesmal durch Abby Wambach in Führung gehen. Doch als alle schon mit der Siegesfeier planten, schlugen die Japanerinnen kurz vor Schluss noch einmal nach einem Eckstoß zurück. In dem folgenden Elfmeterschießen waren die US-Amerikanerinnen dann offensichtlich mit den Nerven am Ende - gleich dreimal verschoss der große Favorit, die USA waren geschlagen.

Diese jedoch gaben sich nach der unverdienten Niederlage als sehr gute Verlierer und gönnten ihren Kontrahentinnen den Sieg und den Titel. Ungleich weniger ehrenvoll gaben sich die gescheiterten deutschen Fußball-Damen auf den Rängen. Anstatt sich der Situation angemessen neutral zu den beiden Mannschaften zu verhalten, bejubelte allen voran Trainerin Silvia Neid die Tore der Japanerinnen frenetisch. Als gelte es, die eigene Schadenfreude über die Niederlage der Amerikanerinnen in die ganze Welt hinaus zu schreien, gab das DFB-Team am letzten Tag der WM im eigenen Land ein letztes trauriges Bild ab.


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