Excite

Sicherheit bei Olympia – China verbietet Messer in Kaufhäusern

Dass Chinas Machthaber eine große Leidenschaft für ein hohes bis übertriebenes Maß an Sicherheitsdenken besitzen, war ja bereits bekannt. Nun, aber schlägt das kommunistische Regime im Zuge der Olympischen Spiele 2008 in Punkto Sicherheit ein weiteres Kapitel auf.

Nachdem in der vergangenen Woche ein Amerikaner aus noch immer ungeklärten Gründen am Pekinger Trommelturm niedergestochen wurde, hat China nun beschlossen, alle Messer und Stichwaffen aus den Kaufhäusern zu nehmen.

Betroffen sind sämtliche Werkzeuggeschäfte, Kaufhäuser und Supermärkte – auch Äxte, Sägen und Beile wurden kurzerhand aus den Regalen verbannt. China begründet diese Maßnahmen mit einer erhöhten Gefahr von Terroranschlägen.

Außerdem wurde im Zuge dieses Anti-Terror-Kampfes die Überwachung durch die staatliche Polizei ausgeweitet. Neben allen öffentlichen Olympia-Stätten werden nun auch Parkanlagen rigoros überwacht. Niemand, der sich nicht komplett nach Waffen untersuchen lassen will, bekommt mehr Zutritt zu den Grünanlagen.

Was sich jedoch im Verlauf der Olympischen Spiele 2008 insbesondere gezeigt hat, ist, dass es China auch mit dem gigantischen Polizeiaufgebot von 110.000 Polizisten nicht gelingen konnte, überraschende Protestaktionen vollständig zu unterbinden. Immer wieder war es Aktivisten gelungen, an öffentlichen Plätzen Banner und Spruchbänder zu entrollen.

Quelle: Welt-Online
Bild: star5112(Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017