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Schwimm-WM 09: Die Deutschen Starter

Bei den am Freitag beginnenden Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom hat sich der Deutsche Schwimmverband (DSV) vorgenommen, das schlimme Ergebnis von Olympia 2008 in Peking wettzumachen. Die Hoffnungen ruhen besonders auf Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin Britta Steffen. Desweiteren droht ein "Anzug-Chaos" bei den Wettkämpfen.

Das sah nicht gut aus, was die deutschen Schwimmer bei Olympia in Peking ablieferten. Ständig schwammen sie hinterher. Lediglich Britta Steffen setzte ein Highlight bei den Spielen, als sie zwei Goldmedaillen holte. Mehr war für den DSV im Pekinger Becken nicht drin. Jetzt bei der WM in Rom (17. Juli bis 2. August) soll alles besser werden. DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow habe vier Medaillen als Ziel ausgegeben. Das berichtet jetzt N24. So viele holten die deutschen Athleten auch bei den letzten Weltmeisterschaftskämpfen 2007 in Melbourne. Dort verpasste der DSV allerdings erstmals seit 34 Jahren eine Goldmedaille.

Britta Steffen ist als Weltrekordhalterin über 100 Meter Freistil und als Doppel-Olympiasiegerin das absolute Aushängeschild des DSV. Hoffnungen ruhen allerdings auch auf der frischgebackenen Weltrekordschwimmerin Daniela Samulski über 50 Meter Rücken. Paul Biedermann, Europarekordler über 200 Meter Freistil, hat es auf seiner Rekordstrecke mit einem schwimmerischen Schwergewicht zu tun. Sein Gegner heißt Michael Phelps. Leise Hoffnungen setzen die Deutschen außerdem auf den Bruststrecken auf Hege Meeuw, Thomas Rupprath, Marco Koch und Hendrik Feldwehr. Traditionell stark sind die Deutschen außerdem in den Staffeln.

Die erste Medaille für Deutschland sollen allerdings Ditte Kotzian und Heike Fischer bei den Turmspringern holen. Hoch hinaus will auch Sascha Klein vom Turm: Er hat die Goldmedaille fest im Visier. Insgesamt haben sich die Wasserspringer dreimal Edelmetall als Ziel gesetzt.

Chaos herrscht in Bezug auf die Schwimm-Anzüge. Ein "Schwimm-Monopoly-Spiel" nennt es Bundestrainer Dirk Lange. "Fast jeden Tag bekommen wir neue Regeln, was erlaubt ist und was nicht." Am 17. Juli muss der DSV die Anzüge seiner Athleten dem Weltverband FINA vorlegen. Nur wenn der Anzug zugelassen ist, darf der Athlet an den Startblock. Doch was passiert, wenn ein Anzug nicht zugelassen wird? Wird der Starter oder der Ausrüster gesperrt? Er habe keine Ahnung, sagt Jürgen Fornoff, Generalsekretär des DSV laut zeit.de.

Die Schwimm-Weltmeisterschaften finden vom 17. Juli bis zum 2. August im Foro Italico und Lido di Ostia in Rom statt. 2556 Athleten aus 185 Nationen kämpfen in 65 Wettbewerben im Schwimmen, Wasserball, Wasserspringen, Langstrecken- und Synchronschwimmen um Edelmetall. Bei so vielen Medaillenchancen muss es doch für den DSV möglich sein, das schlimme Ergebnis von Olympia in Peking vergessen zu machen und die angestrebten vier Medaillen während der Schwimm-WM 09 in Rom zu holen.

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