Excite

Schwimm WM Rom: Paul Biedermann schlägt Michael Phelps

Mit einem Traumrennen über 200 Meter Freistil holt sich Paul Biedermann sein zweites Gold bei dieser Schwimm-Weltmeisterschaft und zog dabei US-Superstar Michael Phelps davon. Nebenbei verbesserte er auch noch dessen Weltrekord um 0,96 Sekunden. Mit der Silbermedaille von Helge Meeuw über 100 Meter Rücken war es wiederum ein erfolgreicher Tag für die deutschen Beckenschwimmer. Die deutschen Wasserballer unterlagen unterdessen den USA im Viertelfinale.

Was für ein historischer Moment. Paul Biedermann schlägt an und streckt die Faust in die Luft. Zwei Bahnen neben ihm ein geschlagener Michael Phelps. Der US-Amerikaner verlor viel mehr als seinen Weltrekord. Der 14-fache Olympiasieger verlor gegen Paul Biedermann sein erstes internationales Rennen seit fünf Jahren. Und der Deutsche setzte mehrere Superlative. Er ist erst der zweite Schwimmer, der Doppelweltmeister über 200 Meter und 400 Meter wurde. Nur Legende Ian Thorpe gelang dieses Kunststück 2001 und 2003. Und der Australier musste sich ja indirekt auch schon Biedermann geschlagen geben. Der Hallenser verbesserte Thorpes Weltrekord über 400 Meter Freistil.

Paul Biedermann dem TV-Sender Eurosport: "Dieser Moment ist wie ein Traum. Es fühlt sich so gut an". Er ist übrigens der erste deutsche Weltmeister über 200 Meter Freistil seit dem deutschen Ausnahmeschwimmer Michael Groß. "Albatros" Groß triumphierte in den Jahren 1982 und 1986 über diese Distanz. Ein historischer Triumph also von Paul Biedermann.

Es war aber nicht die einzige Medaille für den DSV. Helge Meeuw bestätigte seine tolle Halbfinalleistung über 100 Meter Rücken. Er qualifizierte sich als Zweitbester für das Finale. Dort musste er sich nur Weltmeister Junya Koga geschlagen geben. Der Japaner war 28 Hundertsel schneller als der Wiesbadener Meeuw.

Ein weiterer deutscher Schwimmer hat sich beeindruckend für ein Finale qualifiziert. Mit neuer Europarekordzeit zog Hendrik Feldwehr als Zweitschnellster in den Endlauf über 50 Meter Brust ein. Nur Cameron van der Burgh war schneller. Der Südafrikaner schwamm im Semifinale einen neuen Weltrekord. Feldwehr weckt mit seiner starken Leistung Hoffnungen für das heutige Finale.

Weniger gut lief es für die deutschen Wasserballherren. Nach dem sensationellen Sieg gegen Montenegro konnten sie das Husarenstück gegen Favorit USA nicht wiederholen. Sie unterlagen mit 5:8 und spielen nun um die Plätze 5 bis 8. Aber es scheint, als ob zumindest alle Schwimmer im Zuge von Paul Biedermann, der heute Michael Phelps schlug und seine zweite Goldmedaille holte, ihre Leistung enorm steigern können.

Bild: eurosport.de, eurosport.de

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017