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Schwimm WM 2009: Thomas Lurz holt zweites Gold

Langstreckenschwimmer Thomas Lurz aus Würzburg gewann bei der Schwimm-Weltmeisterschaft 2009 in Rom nach den 5 Kilometern auch das Rennen über die 10 Kilometer und holte somit das zweite Gold für Deutschland. Angela Maurer verpasste über die gleiche Distanz Edelmetall nur knapp. Und die deutschen Wasserballer schafften eine kleine Sensation: Gegen Rekord-Olympiasieger Ungarn errreichten sie ein 7:7. Den deutschen Wasserspringern gelingt dagegen gar nichts.

Zweimal Gold innerhalb von zwei Tagen. Für Thomas Lurz könnte diese WM gar nicht besser laufen. Nachdem der Würzburger sich zu Beginn der Titelkämpfe nur über die Organisation geärgert hat, freut er sich nun über seine zweite Goldmedaille. Vor ihm gelang es bisher keinem Schwimmer, beide Distanzen zu gewinnen. "Ich habe mehrfach gedacht, ich schaffe es nicht, aber am Ende hätte es gar nicht besser laufen können", gibt der Doppel-Weltmeister auf Eurosport zu.

Weniger glücklich lief es für Angela Maurer. Die Olympiavierte lieferte zwar ein großes Rennen über die 10 Kilometer, schlug am Ende aber als Fünfte an. Die Mainzerin sagte hinterher, dass sie sich wundere, dass sie mit fast 34 Jahren noch so gut mithalten könne. Lange lag sie auf Medaillenkurs. Das gibt ihr Selbstvertrauen für die 25 Kilometer. Da wolle sie noch mal angreifen. "Vielleicht geht da noch mehr."

Die deutschen Wasserball-Herren schafften eine faustdicke Überraschung. Nachdem Bundestrainer Hagen Stamm die ganze Zeit nur über ein Endspiel am Freitag gegen Kanada um den zweiten Platz in der Gruppe sprach und somit eine Niederlage gegen Favorit Ungarn schon fest einzuplanen schien, wollte das deutsche Team sich aber nicht im Vorfeld geschlagen geben. Nach einem großartigen Spiel stand es am Ende 7:7 gegen die Magyaren. Damit könnten die Herren sogar bei einem Sieg gegen Kanada den Gruppensieg erlangen und sich somit direkt für das Viertelfinale qualifizieren.

Für die Wasserspringer dagegen ist es bisher eine rabenschwarze Weltmeisterschaft. Verpatzte Sprünge waren die Zuschauer von den deutschen Startern ja schon gewohnt. Aber Pavlo Rozenberg schoss jetzt vom Drei Meter-Brett den Vogel ab. Ein Anlauf zu einem Sprung misslang ihm total und alle akrobatischen Bewegungen nutzten nichts: Rozenberg fiel einfach ins Wasser. Damit schied der Aachener im Vorkampf aus. Es tröstete ihn auch nicht, dass er mit seinem unfreiwilligen Absturz nicht alleine da stand. Auch anderen Springern passierte dieses Missgeschick. Für den zweiten deutschen Starter Patrick Hausding lief es besser. Als Zehnter qualifizierte er sich locker für das Halbfinale. Vielleicht können auch die Wasserspringer noch ein Erfolgserlebnis feiern, wie Langstreckenschwimmer Thomas Lurz, der seine zweite Goldmedaille bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Rom holte.

Bild: eurosport.de, eurosport.de

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