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Roman Weidenfeller reagiert mit schwulenfeindlichen Aussagen auf Löw

Zugegeben, irgendwie kann man den Ärger von Dortmunds Meister-Torhüter Roman Weidenfeller ja verstehen, schließlich werden seine konstant guten bis sehr guten Leistungen seit Jahren von Bundestrainer Joachim Löw ignoriert. Doch anstatt die jüngste Entscheidung gegen seine Person und für den Torhüter jungen Hannoveraner Ron-Robert Zieler zumindest sportlich zu nehmen, reagiert der 31-Jährige mit schwulenfeindlichen Parolen in Richtung Trainer.

Es ist nicht das erste Mal, dass mit der immer mal wieder vermeintlich kolportierten Homosexualität des Bundestrainers Stimmung gemacht wird. Schon Michael Ballacks Berater ließ sich im vergangenen Jahr zu der diskreditierenden Äußerung hinreißen, beim DFB sei eine 'Schwulencombo' am Werk. Spätestens seit diesem Zeitpunkt kursieren immer wieder Gerüchte, der Bundestrainer könnte unter Umständen homosexuell sein.

Was die meisten aber offensichtlich nicht sonderlich stören würde, sorgt bei Roman Weidenfeller indes offensichtlich für allergrößte Wut. Nicht anders sind seine aktuellen Äußerungen in Richtung DFB zu verstehen, sichtlich angefressen gab Weidenfeller laut N-tv.de zu Protokoll: 'Vielleicht sollte ich mir einfach die Haare schneiden oder etwas zierlicher werden.' Und weiter: 'Vielleicht gibt es ja in irgendwelchen Jugendcamps noch weitere junge Torhüter, die dann eingeladen werden.'

Am liebsten hätte Weidenfeller frei heraus gesagt, um was es eigentlich ging, aber da wollte er sich dann doch selbst zügeln: 'Ich hatte dazu früher immer einen Spruch auf den Lippen, der sehr böse ist. Den verkneife ich mir jetzt lieber', so der Torhüter. Weidenfeller nutzt die Gerüchte um eine vermeintliche Homosexualität, um dem Bundestrainer vorzuwerfen, er würde nach Aussehen und Zierlichkeit aufstellen und nicht nach Leistung - viel schlimmer ist da eigentlich, dass solche homophoben Äußerungen von Weidenfeller in Richtung Löw offensichtlich ungestraft bleiben.

Quelle: N-tv.de

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