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Revolution steht bevor: Olympia öffnet sich für Profiboxer

Was Olympia angeht, so waren sich Amateur- und Profiboxer über viele Jahre und Jahrzehnte die allergrößten Feinde - doch genau dies könnte sich jetzt ändern. Oder um es mit anderen Worten zu sagen, dem Boxsport insgesamt steht nichts weniger als eine absolute Revolution bevor. In diesen Tagen verhandelt der Boxverband der Amateure (AIBA) um eine Neuregelung, diese könnte es Profisportlern wie Klitschko, Haye und Co endlich ermöglichen, auch bei Olympia zu starten.

Es ist ohnehin eine paradoxe Angelegenheit, in manchen Sportarten wie dem Tennis oder dem Basketball treten ausschließlich internationale Topstars an, beim Fußball etwa oder dem Boxen aber dürfen nur Amateure oder Nachwuchssportler an den Start gehen. Dies soll sich nun ändern, zumindest lassen die Worte Jürgen Kyas, Präsident des Deutschen Boxsport Verbandes (DBV) keine andere Schlussfolgerung mehr zu...

Derzeit tagt das Exekutiv-Komitee der AIBA in der kasachischen Hauptstadt Astana und berät über eine grundlegende Öffnung ihres Verbandes für Profiboxer. Auch Jürgen Kyas ist mit von der Partie und bestrebt, den revolutionären Plan vehement voran zu treiben. Von dem Unterfangen überzeugt ist laut Kyas selbst auch schon das Olympische Komitee. 'Das IOC wird uns absolut keine Steine in den Weg legen. Das ist alles schon abgesprochen', so der Deutsche.

Für den Boxsport insgesamt würde es eine ungemeine Aufwertung bedeuten, bislang fristeten die Boxer bei den Olympischen Spielen eher ein Schattendasein. Sollte es aber schon bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro beispielsweise zu einem Aufeinandertreffen von zwei Schwergewichtsweltmeister kommen, wäre das wohl ein Ereignis von allergrößtem Interesse. So oder so, Profiboxen bei Olympia wäre in jedem Fall für die Zuschauer ein absolutes Highlight.

Quelle: Sport1.de

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