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Bundesliga-Revolution: Torlinientechnik kommt 2015

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Aufschrei unter den Traditionalisten, Aufatmen bei den Befürwortern der Technik, die DFL lässt ab 2015 die Torlinientechnik in der Bundesliga zu. Eine entsprechende Abstimmung fiel jetzt deutlich zugunsten des Fortschritts aus. Im März votierten die Vertreter der Bundesliga noch deutlich gegen die Torlinientechnik, damals gab es nur drei Stimmen, die dafür waren.

Auslöser für die Diskussion war das sogenannte Phantom-Tor von Stefan Kießling im Oktober 2013 beim Auswärtsspiel von Bayer Leverkusen in Hoffenheim. Damals ging ein Kopfball ans Außennetz, der Ball lag aber wegen eines Lochs im Tornetz dann doch im Kasten. Der Schiedsrichter gab das Tor und Leverkusen geriet auf die Siegerstraße.

Zwei weitere Aspekte haben wohl nach der gescheiterten Abstimmung im März für ein Umdenken unter den Bundesliga-Vertretern gesorgt. Im DFB Pokalfinale machte Mats Hummels für Borussia Dortmund ein reguläres Tor. Da Bayern Münchens Dante den Ball aber vermeintlich noch von der Linie kratzte, gab der Schiedsrichter das Tor nicht. Der BVB verlor schließlich 0:2 nach Verlängerung. Es waren auch die Bayern, die die Diskussion jetzt noch einmal anstießen. Zum anderen hat die Welt gesehen, dass die Einführung der Torlinientechnik bei der WM 2014 in Brasilien reibungslos verlief.

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Die prominentesten Befürworter der Technik waren die Nutznießer und die Geschädigten der jeweiligen Fehlentscheidungen. Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und TSG Hoffenheim sprachen sich für die Torlinientechnik aus. Im Netz beginnen jetzt wilde Diskussionen. Fußballexperten wie Ben Redelings und Arnd Zeigler diskutieren auf Facebook über das Pro und Contra der Entscheidung. Redelings sieht darin ein weiteres Abrücken von den Fans, Zeigler dagegen meint, dass die neue Technik den Fußball gerechter mache.

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