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Radsport – AFLD will Dopingproben von 2008 neu untersuchen

Gerade erst hat der spanische Radprofi Alberto Contador die Tour de France 2009 in einer so unfassbar dominanten Weise gewonnen, dass mancher Fachmann ungläubig drein schaute und Betrug vermutete, da könnte die Tour aus dem Jahre 2008 noch einmal nahträglich richtig dramatisch werden.

Einen Tag vor dem großen Finale in Paris am Sonntag, bei dem Contador seinen zweiten Toursieg perfekt machte, gab die Anti-Doping-Agentur AFLD bekannt, dass man aus gegebenem Anlass noch einmal die Dopingproben aus dem Jahre 2008 öffnen und untersuchen wolle. Da erst jetzt geeignete Analysen für den EPO-Nachfolger CERA vorlägen, müsse die Riege der Topfahrer bei der Tour 2008 noch einmal nachträglich untersucht werden.

Wie Sport1.de mit Bezug auf die gut informierte L´Equipe berichtet, sollen insbesondere die Top 20-Fahrer der vergangenen Tour noch einmal überprüft werden. Gut möglich also, dass es nachträglich noch einmal zu einem großen Beben in der Radszene kommt. Denn kaum würde ein solch umfangreiches Unterfangen angestrebt, wenn es nicht einen hinreichenden Grund dafür geben sollte.

Stattfinden werden die Untersuchungen der Dopingproben ab September diesen Jahres – dann könnte bei einigen Fahrern nachträglich noch einmal das Zittern losgehen. Während der Tour 2008 wurden bereits der deutsche Stefan Schumacher und der Italiener Riccardo Ricco und Leonardo Piepoli überführt, damals aber noch mit anderen Substanzen. Bislang kam es bei der Tour 2009 zu keinen positiven Tests.

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