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Radsport: Jan Ullrich und Erik Zabel endgültig des Dopings überführt

Die Tour de France im Jahr 1998 ging als Skandaltour in die Geschichte des Radsports und ist der bisher dunkelste Fleck in der langen Geschichte des Sports auf zwei Rädern. Damals wurden beim Festina-Team um Kapitän Richard Virenque 100 Ampullen EPO gefunden. Bei Razzien in Hotelzimmern und Fahrerlagern kam noch mehr ans Tageslicht. So manches Team flüchtete, nur 14 von 21 Teams führten die Tour zu Ende.

Jan Ullrich, Erik Zabel oder so manch anderer prominenter Fahrer dementierten stets, damals ebenfalls gedopt zu haben. Ein Untersuchungsbericht der Anti-Doping-Kommission des französischen Senats überführt die beiden prominentesten deutschen Radprofis. Sowohl Jan Ullrich als auch Erik Zabel dopten 1998 mit EPO.

Dazu wurden noch Ex-Weltmeister Mario Cipollini (Italien), Laurent Jalabert (Frankreich) und Abraham Olano (Spanien) überführt, und auch der inzwischen verstorbene Gesamtsieger von 1998 Marco Pantani (Italien) griff auf verbotene Mittel zurück.

Falk Nier, der Berater von Jan Ullrich, flüchtete sich erstmal in bekannte Verzögerungstaktiken: "Ich muss den Bericht erst einmal lesen." Etwas anderes, als das, was jetzt bekannt ist, wird er dort aber auch nicht zu Gesicht bekommen. Und für Erik Zabel ist die Sache besonders unangenehm. Der Sprintstar gab zwar zu, 1996 mit EPO gedopt zu haben, habe dies aber nicht vertragen, 1998 sei er sauber gewesen. Kein Wunder, dass er laut Medienberichten für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung steht.

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