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Paralympics 2008 in Peking – Medaillen und Dopingfall im deutschen Team

Aus rein sportlicher Sicht läuft es für das deutsche Team bei den Paralympics 2008 in Peking ausgesprochen gut. So konnte Oldie Marianne Buggenhagen mit unglaublichen 55 Jahren ihre insgesamt neunte Goldmedaille bei den Paralympischen Spielen erringen.

Zudem stellte die querschnittsgelähmte Buggenhagen bei diesem Versuch sogar einen neuen Weltrekord auf – mit 27,80 Metern war ihr der Sieg nicht zu nehmen. "Ich fühle mich fitt wie nie", sagte die überglückliche Buggenhagen zum Abschluss.

Und auch die erst 23-jährige Nachwuchssprinterin Katrin Green, die in den USA lebt, konnte über 200 Meter Gold bei den Paralympics erringen. Sie verbesserte ihre Zeit auf 28,02 Sekunden, profitierte aber von dem Sturz der in Führung liegenden Favoritin. Aus diesem Grund sagte sie auch hinterher: "Gold war wie ein Schock für mich, damit habe ich nicht gerechnet."

Allerdings werden diese glücklichen Nachrichten von den ersten Dopingfällen – auch aus dem deutschen Team – überschattet. Zuerst erwischte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) den pakistanischen Gewichtheber Naveed Ahmed Butt. Diesem wurde die Einnahme unerlaubter Anabolika nachgewiesen.

Dann aber kam es jetzt auch zu einem Dopingfall innerhalb des deutschen Teams. Der deutsche Rollstuhl-Baskettballer Ahmed Coskun wurde positiv auf den Wirkstoff Finasterid getestet. Anscheinend befand sich das Mittel aber in einem Haarmittel, jetzt ist Coskun erst einmal für den Rest des Turniers gesperrt. "Ich habe an meine Haare gedacht und habe keine Ahnung gehabt, dass es eine verbotene Substanz enthielt." Der oberschenkelamputierte Rechtsanwalt wird nun die Heimreise antreten und nach diesem Dopingfall den Rest der Paralympics 2008 im Fernseher verfolgen müssen.

Quelle: N-tv.de, Sport ARD
Bild: YouTube

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