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Olympische Spiele: Ruhe vor dem Sturm in San Francisco?

Gestern lief in San Francisco noch alles ganz geschmeidig und äußerst friedlich: Tibet-Unterstützer haben eine alternative Fackel durch die Straßen getragen und Hollywoodstar Richard Gere sowie Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu appellierten an die Weltöffentlichkeit.

Der südafrikaner Desmond Tutu rief zum Boykott der Olympia-Eröffnungsfeier, aus Solidarität mit dem tibetischen Volk, auf und hoffte auf friedliche Proteste beim heutigen Fackellauf. Richard Gere trat in Begleitung von tibetischen Mönchen vor die Menge und las Auszüge aus einem Brief des Dalai Lama vor, in dem er auf die Notwendigkeit gewaltloser Aktionen verweist.

San Francisco rüstet sich nun, nach den Ausschreitungen in London und Paris, für eventuelle Massendemonstrationen. Die Sicherheitsvorkehrungen seien deutlich verschärft worden und an der zehn Kilometer langen Strecke entlang der Hafenpromenade stellte die Polizei Absperrungen auf. Polizisten schirmten gestern das chinesische Konsulat in San Francisco ab, vor dem sich Hunderte Demonstranten, bei einem Marsch durch die Stadt versammelt hatten.

Der Stadtverordnete Chris Daly, lud die Einwohner von San Francisco dazu ein, die Fackel «gewaltlos, aber doch auf höchst kämpferische Weise» zu begrüßen.

Richard Gere in San Francisco



Quelle: Netzeitung.de

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