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Olympia in Vancouver endet mit Rock-Konzert

Mit einer riesigen Party und dazu gehörigem Rock-Konzert endeten die olympischen Winterspiele in Vancouver. Nachdem das olympische Feuer erloschen war, rockten zahlreiche Weltstars die Bühne. Dieses Olympia 2010 brachte aus sportlicher Hinsicht viele Überraschungen, aber auch den ersten toten Athleten in der Geschichte der olympischen Spiele.

Eine Abschlussfeier ist nicht so steif und protokollarisch wie eine Eröffnungsfeier. Die Athleten betraten bunt gemischt das Stadion. Wer eine Medaille gewonnen hatte, der hatte sie um den Hals hängen. Nachdem IOC-Präsident Jaques Rogge die olympische Fahne an den Bürgermeister von Sotchi übergab, stellte sich der russische Olympia-Gastgeber von 2014 mit einer farbenfrohen Show vor.

Anschließend wurde es wieder kanadisch. Neil Young sang auf der Bühne. Star Trek-Legende William Shatner erzählte ironisch über sein Heimatland Kanada. Schauspielerin Catherine O’Hara brachte eine Curling-Parodie und Michael J. Fox erkärte den weltweiten Zuschauern, warum Kanada ein tolles Land sei. Alle stellten sich mit ihrem Vornamen und dem Zusatz '....und ich bin Kanadier' vor.

- Hier gibts Bilder der Abschlusszeremonie

Danach ging es auf der Musikbühne weiter. Michael Bublé trat erst im Mounty-Kostüm auf, danach swingte er im weißen Anzug weiter. Als Nickelback die ersten Akkorde spielten, stürmten die Athleten in den Innenraum und sprangen wild zu den Rock-Klängen umher. Anschließend spielte eine mittelmäßig motivierte Avril Lavigne zwei ihrer Hits, bevor Alanis Morissette mit leiseren Klängen für etwas Ruhe sorgte.

Simple Plan kamen mit ihrem Hit 'Your Love is a Lie' nicht besonders gut an. Die hierzulande eher unbekannte Band Hedley dagegen mit ihren rockigen Sound schon eher. Danach trat noch Sängerin Marie-Mai auf. Mit einer großen Hip Hop-Tanzshow endete die Abschlussfeier der olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver.

Das deutsche Team ist mit ihrem Gesamtergebnis von 30 Medaillen hochzufrieden. Der Sieg im Medaillenspiegel konnte zwar nicht verteidigt werden, aber es gab eine Medaille mehr als in Turin 2006. Kanada gewann die Gesamtwertung mit klarem Vorsprung. Deutschland belegt Platz 2 und ist das einzige Land bei diesen olympischen Winterspielen, das an jedem Wettkampftag mindestens eine Medaille holte.

Die überraschendsten deutschen Olympiasieger sind sicherlich Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad im Langlauf-Teamsprint und Vicky Rebensburg im Riesenslalom. Die kurioseste Medaille holten die deutschen Eisschnelllauf-Damen. Anni Friesinger stürzte im Halbfinale kurz vor dem Ziel, rutschte aber dennoch knapp vor den Amerikanern über die Linie. Der emotionalste Moment war, als Slalom-Goldmedaillengewinnerin Maria Riesch ihre weinende Schwester Susanne trösten musste. Sie lag ebenfalls auf Medaillenkurs, schied dann aber aus. Peinlich war der verbale Aussetzer von Curlerin Andrea Schöpp, die vor den Kameras der Welt Maria Riesch beleidigte.

Die herausragendste Athletin bei den Spielen in Vancouver ist die norwegische Langläuferin Marit Björgen, die als erste Frau fünf Medaillen bei ein und denselben Winterspielen gewann. Mit drei Mal Edelmetall ist Short Tracker Apolo Anton Ohno erfolgreichster Medaillensammler bei Winterspielen aller Zeiten. Der US-Amerikaner hat insgesamt acht Medaillen.

Erfolgreichste Athletin im deutschen Team ist Biathletin Magdalena Neuner mit zwei Gold- und einer Silbermedaille. Der deutsche Bobfahrer Andre Lange avancierte mit einer Gold- und einer Silbermedaille zum erfolgreichsten Bobfahrer aller Zeiten. Überschattet werden diese olympischen Winterspiele in Vancouver aber vom Unfalltod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili.

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