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Olympia 2012: Händeschütteln verboten

Die Organisatoren von London 2012 sehen die kommenden Olympischen Spielen auf finanziell gutem Kurs. Laut Paul Deighton, Exekutiv-Chef des Organisationskomitees (LOCOG), werde der Ertrag aus Kartenverkauf und Sponsorengeldern die ursprünglichen Vorhersagen übertreffen. Das Organisationskomitee könne die angestrebten Einkünfte von zwei Milliarden Pfund (umgerechnet 2,4 Milliarden Euro) erreichen.

Für Eklat im Land der Sommerspiele sorgt derzeit aber eine andere Nachricht: Britische Athleten sollen bei den Olympischen Spielen den Gegnern und Offiziellen nicht die Hände schütteln. Diesen Ratschlag gab Dr. Ian Mc Curdie, Chef-Mediziner der Britischen Olympischen Vereinigung. Zu hoch sei das Risiko, Bakterien einzufangen: 'Bei Olympischen Spielen kann der Einfluss auf die Leistung groß sein, wenn man krank wird oder sich auch nur ein bisschen krank fühlt', sagte McCurdie.

Doch das britische Gesundheitsministerium widersprach prompt: 'Es ist selbstverständlich, dass wir alle regelmäßig unsere Hände waschen sollten, um sie sauber zu halten und die Verbreitung von Bakterien zu verhindern', sagte ein Sprecher, 'aber es gibt keinen Grund, warum die Leute sich bei den Olympischen Spielen nicht die Hände schütteln sollten'.

Scharfe Kritik kam auch von der BBC-Etiketten-Expertin Liz Wyse: 'Wenn dir jemand seine Hand für eine freundliche Begrüßung ausstreckt und du gibst ihm deine Hand aus Hygiene-Gründen nicht, könnte das sehr gemein aussehen', sagte sie. Derselben Meinung ist auch Dorothy Tyler-Odam, die bei den Spielen 1948 in London die Silbermedaille im Hochspung gewann: 'Die meisten Leute werden denken: Die sind aber unfreundlich', sagte die 91-Jährige.

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