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Olympia 2008 und die lange Geschichte des Dopings

Zwar hört es niemand so wirklich gerne, doch die Geschichte von Olympia ist spätestens seit den letzten Jahrzehnten untrennbar auch mit der Problematik des Dopings verbunden. Immer wieder und immer häufiger versuchten Sportler, ihre Leistungen mit unerlaubten Mitteln zu pushen.

In der langen Geschichte der olympischen Spiele mussten bislang 19 Goldmedaillengewinner ihre Ehrungen nachträglich zurückgeben – insgesamt wurden bereits 46 Medaillen wegen Dopings aberkannt. Allein bei den letzten Spielen in Athen mussten 5 Olympiasieger nachträglich das Handtuch werfen.

Und wer glaubt, dass die diesjährigen Spiele in Peking plötzlich vollkommen dopingfrei ablaufen werden, den darf man wohl getrost naiv nennen. Bereits im Vorfeld der Spiele wurden einige Sportler des Dopings überführt und werden nicht an den Spielen teilnehmen dürfen.

Unter ihnen einige prominente Namen wie der italienische Fechter Andrea Baldini. Der amtierende Fecht-Europameister galt als einer der Favoriten auf eine Goldmedaille, muss aber nun zusehen, nachdem bei ihm verbotene Substanzen im Blut entdeckt wurden. Bislang hatte man immer geglaubt, einige Sportarten wären gewissermaßen dopingresistent...

Ebenfalls gesperrt – und zwar lebenslang – wurde bereits der chinesische Schwimmer Ouyang Kunpeng. Der 25-jährige Rückenspezialist wurde positiv auf das verbotene Mittel Clenbuterol getestet. Und gleich mehrere Athleten muss der russische Sportverband von seiner Liste streichen.

So werden die Leichtathletinnen Elena Soboleva, Daria Pishchalnikova, Gulfia Khanafeeva, Tatiana Tomashova, Yulia Fomenko, Svetlana Cherkassova und Olga Egorova nicht an den Spielen teilnehmen. Ein harter Schlag für den Verband – aber ein notwendiger Schritt im Kampf gegen Doping bei Olympia 2008 in Peking.

Quelle: Kommersant.com, Focus-Online, Sueddeutsche.de
Bild: Natahn Forget (Flickr)

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