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Olympia 2008 – Smog verhindert Weltrekorde?

Die Olympischen Spiele 2008 in Peking laufen seit ein paar Tagen auf vollen Touren, aber je näher die Wettkampftage in Leichtathletik rücken, desto größere Sorgen machen sich Sportler und Funktionäre um die Bedingungen. Wird es bei dem anhaltenden Smog und den miserablen Luftbedingungen überhaupt möglich sein, Bestleistungen zu bringen?

Hinzu kommt die meist unerträgliche Hitze. Experten glauben nicht, dass so Weltrekorde zu erreichen sind. Und es ist ja nicht so, dass China diese Problematik nicht erkannt hätte. Im Vorfeld und während der Spiele verhängte man strikte Fahrverbote, schloss kurzerhand ganze Fabriken und schoss Raketen in die Luft, die die Luft verbessern sollten.

Pekings geographische Lage erweist sich dabei als besonders heikel – zwar bekommt die Stadt meist einen kräftigen Wind von der Meeresseite, dieser passiert aber bevor er in die Stadt weht einen dichten Industriegürtel. Und diese Luft wird dann gewissermaßen direkt in die Stadt geblasen.

Dieser immense Schadstoffmix aus Kohlenmonoxid, Ozon, Schwefeloxid und Kohlenwasserstoffen ist Gift für die Atemwege. In Peking findet man zudem viermal so viel Feinstaub wie in deutschen Großstädten. Aus Angst vor seiner Gesundheit sagte daher auch der äthiopische Ausnahmeläufer Haile Gebrselassie seine Teilnahme am olympischen Marathon ab.

Einzige Hoffnung bleibt – so absurd dies klingt – der Regen. Hohe Schadstoffbelastungen der Luft können durch starken Regen verringert werden – die Luft wird gewissermaßen reingewaschen. Einige Sportler hoffen also auf zahlreiche Schlechtwetterfronten kurz vor Beginn der Leichtathletik-Disziplinen. Dann wären bei Olympia 2008 vielleicht trotz des Smogs Weltrekorde möglich.

Quelle: Focus-Online
Bild: Olympic.org

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