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Olympia 2008 – ein Tag mit Höhen und Tiefen

Am gestrigen Tag bei Olympia 2008 in Peking gab es für das deutsche Team die ganze Palette der Emotionen. Von großen Siegestränen bis zu den ganz bitteren Niederlagen war alles dabei. Hier die Ergebnisse des gestrigen Tages im Überblick.

Nachdem Triathlet Jan Frodeno in der ersten Entscheidung des Tages überraschend Gold geholt hatte – wir berichteten – gab es im Laufe des Tages noch eine weitere Gold-Medaille zu feiern. Und diese hätte kaum emotionaler ausfallen können. Der geborene Österreicher Thomas Steiner schaffte den ganz großen Wurf, und darf sich nun nach seiner Goldmedaille im Gewichtheben, "stärkster Mann der Welt" nennen. Dem sympathischen Sportler gönnte nach schweren Schicksalsschlägen in seinem Leben wirklich jeder die Medaille – entsprechend euphorisch fiel sein Jubel aus.

Zwar mit Medaille, aber nicht mit der "richtigen", muss Turn-Star Fabian Hambüchen die Heimreise antreten. Nachdem er schon in den vergangenen Tagen sein Potential nicht abrufen konnte, schaffte er auch in seiner Königsdisziplin nicht die fest eingeplante Goldmedaille. Wieder zeigte er sich zu nervös, so dass es am Ende nur für die Bronze-Medaille reichte. Dennoch kein schlechtes Ergebnis, und so gab Hambüchen am Ende zu, sich vielleicht zu stark auf den Sieg fokussiert zu haben.

Auch ein wenig enttäuscht über ihre Silber-Medaille zeigte sich Dressurreiterin Isabell Werth. Die 39-jährige verpasste die Krönung ihrer Karriere, da ihr Pferd Satchmo während der Dressur bockte. Vor 18.0000 Zuschauern musste sie sich ihrer "Lieblingsgegnerin" Anky van Grunsven aus den Niederlanden geschlagen geben. Hinter ihr landete zusätzlich Heike Kemmer aus Winsen mit ihrem Pferd Bonaparte auf dem Bronze-Rang.

Die Leichtathleten laufen hingegen der Konkurrenz vollends hinterher. So konnte Robert Harting im Diskuswerfen nicht über den vierten Platz hinauskommen. Für den Vize-Weltmeister eine echte Enttäuschung bei Olympia 2008. Wenigstens einen richtig guten Eindruck machte Deutschlands Hochsprung-Talent Paul Spank. Der 20-jährige steigerte seine persönliche Bestleistung auf 2,32 Meter und verpasste das Podest mit seinem 5. Rang nur knapp.

Weiter auf Kurs sind weiterhin die Hockey-Herren – sie stehen nach ihrem 3:1 Sieg über Neuseeland nun im Halbfinale. Und auch Speerwerferin Christina Obergföll schaffte in der Qualifikation einen großen Wurf – mit 67,52 Metern unterstrich sie ihre Medaillenambitionen. „Ich bin physisch in der Form meines Lebens“, freute sie sich. Wir dürfen also für die nächsten Tage noch auf tolle Ergebnisse und Medaillen bei Olympia 2008 in Peking hoffen.

Quelle: Sportal.de
Bild: Youtube

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