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Noch gut eine Woche bis Olympia 2008- Die News

Noch gut eine Woche, dann beginnen in Peking mit Olympia 2008 die 29. Sommerspiele. Das deutsche Team steht längst fest fest, die Frist zu Anmeldung von Sportlern läuft heute ohnehin ab. Durch Sperrungen, Luftverbesserungsmaßnahmen, Zensur und Menschenrechtsverletzungen gibt es eine ganze Menge News rund um Olympia in Peking. Nun ist sogar schon im Vorfeld die Rede von Betrug und Schummelei. Ausgerechnet der Gastgeber China steht im Verdacht, Sportlerinnen ins Rennen zu schicken, die das Mindestalter von 16 noch nicht erreicht haben.

Die beiden Turnerinnen He Kexin und Jiang Yuyan gelten als Gold-Favoritinnen am Stufenbarren, legten bereits Weltrekorde und Weltcup-Siege hin. Die "New York Times" zitierte nun mehrere noch junge Artikel aus chinesischen Zeitungen und Nachrichtenagenturen, in den die Athletinnen als 13- oder 14-Jährige bezeichnet wurden. Chinas Teammanager Zhang Peiwen wies alle Anschuldigungen zurück und schickte der Führung des Turn-Weltverbandes offzielle Geburtsdokumente der Mädchen. Momentan gäbe es nichts zu beanstanden. Die Amerikaner werden sicher weiter nachforschen, gelten die US-Frauen schließlich als härteste Konkurrenz der Chinesinnen im Turnen.

Derweil wiesen die Olympia-Organisatoren aus Chinas auch die Beschwerden der ausländischen Journalisten zurück. Man hatte ihnen vollen Internetzugang zugesichert, nun bekommen sie doch nur eine zensierte Version vor Ort. Chinakritische Internetseiten sowie Seiten von Menschenrechtsorganisation oder Exiltibetern sind nach wie vor gesperrt. Ein Sprecher des Komitees nannte den Internetzugang für Journalisten "ausreichend". Auf der anderen Seite behauptet der amerikanische Senator Sam Brownback aus Kansas, dass Chinas Regierung die Olympia -Besucher ausspionieren würde. In jedem Olympia-Hotel seien Spionage-Systeme installiert, das alles sei Teil der chinesischen Sicherheitskampagne. Eine Stellungnahme gab es dazu bisher nicht.

Aber bei allen umstrittenen Meldungen gab es auch für einige Sportler gute Nachrichten eine Woche vorm Olympia-Start. Nachdem das Olympische Komitee den Irak vor kurzem für die Spiele gesperrt hatte, da dieser sein nationales Komitee aufgehoben hatten, sind die Sportler nun doch zugelassen. Genaugenommen handelt es sich nur um zwei irakische Athleten, die anderen fünf, die eingeplant waren, hatten durch die Sperre die Anmeldefrist für ihre Wettbewerbe verpasst.

Inzwischen ist auch eines der Geheimnisse um die Eröffnungszeremonie in einer Woche gelüftet worden. Die Zahl der Striche des Ländernamen in chinesisch gibt an, an welcher Stelle die Teams einlaufen. Griechenland läuft traditionell als erstes Land ein. Darauf müssten Guinea und Japan folgen. Die deutschen Athleten müssen lange warten: Von den 205 Nationen laufen sie in gut einer Woche erst an 198. Stelle ins Olympiastadion von Peking ein.

Quelle: Stern.de, reuters.com, Sueddeutsche.de, Tagesschau.de, FOCUS Online
Bild: Olympic.org

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