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Nationalmannschaft von Nordkorea erhält öffentliche Demütigung für Misserfolg

Dass die Nationalmannschaft Nordkoreas nach dem Misserfolg bei der WM in Südafrika nicht mit Blumen erwartet werden würden war klar, doch nun erst sickerte aus dem abgeschotteten Land zu uns durch, dass sich Spieler und Trainer einer erniedrigenden öffentlichen Demütigung unterziehen mussten. Nach der Ankunft in der Hauptstadt Pjöngjang am 2. Juli bereits fand eine öffentlich ausgetragene Schelte des Teams statt.

Dazu hatte sich laut Informationen von Eurosport UK eine Gruppe von 400 Studenten auf einem Platz in der Hauptstadt eingefunden, sechs Stunden lang wurde das Team dann einer klassischen Demütigung unterzogen. Es hagelte Beschimpfungen und Vorwürfe, und vor allem Trainer Kim Jong-Hun bekam sein Fett weg – ihm wurde Verrat am Vaterland vorgeworfen.

Explizit hieß es: 'Er wird beschuldigt, das Vertrauen von Kim Jong-Un verraten zu haben.' Jener Kim Jong-Un ist einer der Söhne von Diktator Kim Jong-Il, und er selbst war es, der im Vorfeld den Erwartungsdruck des Teams in illusorische Höhen geschraubt hatte. Obwohl man es in der sog. Todesgruppe mit Brasilien, Portugal und der Elfenbeinküste zu tun hatte, sprach man im Land bereits vom WM-Titel.

Daraus wurde bekanntermaßen nichts, Nordkorea verlor seine Spiele mit 1:2, 0:7 und 0:3 und musste ohne den Titel die Heimreise antreten. Und Trainer Jong-Un bekam es jedoch noch ein bisschen dicker, er musste für einige Zeit auf einer öffentlichen Baustelle arbeiten und wurde aus der Partei ausgeschlossen – Beobachter aber erklären, die Strafen mit der öffentlichen Demütigung seien für nordkoreanische Verhältnisse am Ende noch sehr milde ausgefallen...

Bild: Youtube 1 und 2

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