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Nach Mordanschlag: Togo darf nicht an Afrikacup teilnehmen, erste Verdächtige

Der Afrikanische Fußballverband CAF hat ein definitives Urteil gefällt – die Nationalmannschaft Togos darf nach dem blutigen Mordanschlag auf den Mannschaftsbus vom vergangenen Freitag nicht mehr am gerade in Angola stattfindenden Afrikacup teilnehmen. In den letzten beiden Tagen wurde intensiv verhandelt und diskutiert, im Gespräch war auch eine mögliche Verschiebung des Turnierbeginns, so dass Togo nach ein paar Tagen der Trauer doch noch das Turnier hätte spielen können.

Nun aber wird der Afrikacup wie gewohnt stattfinden, Togos Nationalmannschaft wird seine Spiele aber definitiv nicht austragen. Zu tief sitzt anscheinend bei dem CAF der Stachel, den der blutige Terroranschlag hinterlassen hat. Kur vor Beginn des Turniers hatten bislang unbekannte Rebellen den Mannschaftsbus der Togolesen gestürmt und wild herumgeschossen. Insgesamt neun Menschen erlitten teilweise schwere Verletzungen, der Assistenz-Trainer sowie der Pressesprecher ließen noch am Tatort ihr Leben.

Lange Zeit in Lebensgefahr schwebte auch der Torhüter Kodjovi Obidale, nach Meldungen von Spiegel.de aber befindet sich mit einem Bauchschuss ins Krankenhaus eingelieferte Fußballer mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. 'Die Mediziner sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Genesung. Er wird zwar weiter auf der Intensivstation behandelt, aber er ist komplett außer Gefahr', so die Mediziner.

In der Zwischenzeit haben die angolanischen Behörden zwei erste Verdächtige des Mordanschlags festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sollen die beiden Mitglieder der separatistischen Rebellenorganisation FLEC sein, mehr aber wurde bislang nicht bekannt. Während am Abend des Sonntags das erste Spiel des Afrikacups zwischen Gastgeber Angola und Mali spektakulär mit 4:4 endetet, herrscht in Togo Staatstrauer - tausende Menschen sowie Ministerpräsident Houngbo empfingen nach dem Mordanschlag die Toten. Der Cup soll nun möglichst ungestört über die Bühne gebracht werden.

Bild: YouTube

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