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Nach Hacker-Angriff auf Kuranyi – Schalke jagt die Täter

Für den Schalker Stürmer Kevin Kuranyi ist es die schwierigste Saison seines Lebens, da fehlte nur noch der Hacker-Angriff... Schlechte Leistungen und eine miserable Grundstimmung im Verein ließen ihn zum Sündenbock der Schalker Talfahrt werden. Fans und Umfeld schossen sich seit Wochen auf den glücklosen Torjäger ein, er alleine gilt beinahe als Grund für die schlechten Ergebnisse. Und nun auch noch der Hacker-Angriff auf die Homepage von Schalke 04.

Unbekannte hatten sich – wie Bild.de berichtete – in den Server des Vereins eingehackt, der in Dresden von einer vereinsfremden Firma betrieben wird. Dann hatten sie eine Falschmeldung auf die Homepage gesetzt, in der von einem sofortigen Rauswurfs Kevin Kuranyis die Rede war. In dieser hieß es: "Der Stürmer Kevin Kuranyi wurde nach einer außerplanmäßigen Sitzung der Vereinsführung entlassen, um die Mannschaft vor einem weiteren Imageverlust zu schützen und die Stimmung im Verein nicht länger zu belasten."

Zwar war die Meldung, die am Mittwochabend um 20.59 Uhr auf der Seite erschien, etwas überraschend, aber nach den Querelen der letzen Tage und Wochen dann doch nicht völlig undenkbar. Daraufhin verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer, Kuranyi selber befand sich gerade mit seiner Frau bei Abendessen in einem Restaurant, als Freunde sich bei ihm erkundigen wollten, warum er so plötzlich entlassen worden sei.

Der Stürmer gab sich anschließend relativ gelassen. Schließlich, so der Schalker, sei es nicht das erste Mal gewesen, dass sein Name dazu benutzt worden sei, schlechte Stimmung im Verein zu verbreiten. Allerdings dürfte dieser Hacker-Angriff nicht dazu beigetragen haben, Kuranyis Selbstbewusstsein wieder aufzubessern. Schon vor Wochen hatte sich der Stürmer erkundigt, ob er den Verein verlassen könnte.

Da Kuranyi aber noch einen Vertrag bis 2010 bei den Königsblauen besitzt, dürfte dies nicht so einfach werden. Spekuliert wurde schon über eine Rückkehr nach Stuttgart, sollte Mario Gomez den Verein zum Sommer verlassen. Seine Tage bei Schalke 04 dürften also tatsächlich gezählt sein. Trotzdem hat sich aber im Fall des Hacker-Angriffs nun erst einmal die Polizei angenommen – eine "Soko Kuranyi" fahndet nun nach den Hackern, welchen bei einer Festnahme Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren drohen.

Bild: YouTube

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