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Nach Ausschreitungen – Harte Maßnahmen gegen Fan-Gewalt in Italien

Die italienische Regierung hat auf die massiven Ausschreitungen am ersten Spieltag der Serie A reagiert und kündigte nun harte Maßnahmen gegen derartige Formen der Fan-Gewalt an. Bei einem Gastspiel des SSC Neapel hatten rund 2.000 Ultras den Termini-Hauptbahnhof in Rom und einen gesamten Zug auseinander genommen und massive Gewalt vom Zaun gebrochen.

Die Polizei gab nun an, dass die Gewalt-Exzesse vermutlich von der Mafia initiiert worden waren. Italiens Innenminister Maroni verhandelt nun mit der italienischen Regierung in Rom und erklärte: "Wir haben es hier nicht mit organisierten Fans, sonder mit organisierter Kriminalität zu tun."

Sollte sich dieser Verdacht erhärten drohen an vielen Fronten Strafen. Den Tätern blühen Anklagen wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und den Fans des SSC Neapel droht das komplette Verbot für Auswärtsspiele.

Das harte Vorgehen gegen die Randalierer trifft in der Bevölkerung auf breite Zustimmung. Dennoch aber bat Fußballverbandspräsident Giancarlo Abete um eine differenzierte Betrachtung der Ereignisse. Er sprach sich gegen Spiele ohne Publikum aus und forderte dazu auf, nicht die Clubs zu bestrafen. An den harten Maßnahmen gegen die Ultras aus Neapel und deren Fan-Gewalt aber wird das aber wohl nichts mehr ändern.

Quelle: Kicker.de
Bild: MJwho (Flickr)

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