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Max Mosley geht – die Formel 1 bleibt

Weil Max Mosley, der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA sich mit Formel 1-Vermarkter Bernie Ecclestone und der Team-Vereinigung FOTA auf einer Sitzung im FIA-Hauptquartier in Paris geeinigt haben, scheint die Zukunft der Formel 1 nun doch gesichert. Fans und Fahrer der Formel 1 atmen auf. Mosley kündigte außerdem an, im Oktober seinen Stuhl zu räumen.

Max Mosley wollte die Formel 1 revolutionieren. Mit seinen Ideen stieß er bei den Teams allerdings auf harten Widerstand. Der Brite hatte vor, einen maximalen Saisonetat von 45 Millionen Euro einzuführen. Die großen Rennställe, angeführt von Ferrari-Chef und FOTA-Präsident Luca di Montezemolo gingen daraufhin auf die Barrikaden. Da die "Deckelung" des Etats aber zu Mosleys Lieblingsreformen zählte, verhärteten sich die Fronten so sehr, dass die führenden Rennteams androhten, eine eigene Rennserie zu gründen.

Nun hat sich das Blatt gewendet. Mosley verzichtete auf seine Forderungen. Er kündigte als Präsident des Weltverbandes FIA, der dieses Amt 13 Jahre innehatte, außerdem an, dass er im Oktober nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren werde. Ursprünglich plante er, sich wieder für das Amt aufstellen zu lassen. Favorit auf Mosleys Nachfolge scheint der dreimalige Formel 1-Weltmeister Jackie Stewart zu sein.

Nur Stunden nach der Einigung zwischen Mosley, Ecclestone und FOTA-Präsident di Montezemolo, wischte die FIA letzte Zweifel über die Zukunft der Formel 1 vom Tisch. Sie veröffentlichte die Teilnehmerliste für die Rennserie 2010. Darunter finden sich alle großen Teams wie Ferrari, McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Toyota, Renault, Williams und Red Bull. Jeder Rennstall unterschrieb außerdem einen Vertrag bis 2012. Damit scheint die Zukunft der Formel 1, die durch den Streit zwischen Mosley, Ecclestone und dem Fahrerverband FOTA so gefährdet war, endgültig sicher.

Bild: Mr. Hamid, Rodefeld

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