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Manfred Amerell beschuldigt Theo Zwanziger der 'Günstlingswirtschaft'

Die mediale Schlammschlacht zwischen dem DFB, Manfred Amerell und Michael Kempter und Theo Zwanziger eskaliert immer mehr: In einem Interview mit dem DSF vom Mittwoch, beschuldigte Amerell den DFB-Präsidenten nun, dieser habe in den vergangenen Jahren Günstlingswirtschaft betrieben, wenn es darum ging, Schiedsrichterposten zu besetzen.

Amerell nannte sogar den ganz konkreten Fall eines Referees aus Zwanzigers Heimatort Altendiez – dieser sei vom Präsidenten in die Bundesliga hochgezogen worden, obwohl er in der Rangliste noch nicht an der Reihe gewesen wäre. Zwanziger reagierte sofort empört und kündigte umgehend Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung an.

In einer Pressemitteilung erklärte Zwanziger: 'Mit seinen neusten Äußerungen in den Medien ist Herr Amerell eindeutig zu weit gegangen. Der DFB wird dem medialen Rachefeldzug nicht weiter tatenlos zusehen und auf die beleidigenden Aussagen mit Strafanzeigen reagieren.' Aber Amerell legte noch einmal nach...

Weiter warf er dem DFB-Präsidenten noch einmal vor, 'über Leichen gegangen' zu sein – dieser habe sich unhinterfragt auf die Seite einer Partei gestellt und keine Gegendarstellung zugelassen. Auch den Aussagen eines jungen Schiedsrichters vom 13. Mai 2009, von Michael Kempter seinerseits sexuell belästigt worden zu sein, sei Zwanziger aus Angst vor der Wahrheit nicht nachgegangen.

Ein Ende in dem Sex-Skandal beim DFB ist also bei weitem noch nicht in Sicht – indes versucht man intern den Fokus auf neue Aspekte zu lenken. 'Es wird ein frischer Wind wehen – wir stellen in der Schiedsrichterarbeit auf Teamarbeit um. Unser Maßstab wird noch mehr Transparenz und Unabhängigkeit sein', Refereeboss Herbert Fandel in diesen Tagen. Die neuerlichen Beschuldigungen in Richtung Theo Zwanziger von Manfred Amerell helfen da sicherlich nicht weiter.

Quelle: Sport1.de
Bild: YouTube

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