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Landeszentrale für Medien verbietet Ultimate Fighting im DSF

Die Bayrische Landeszentrale für neue Medien (BML) hat in Sachen Ultimate Fighting ein Machtwort gesprochen und dem Sportsender DSF mit sofortiger Wirkung die Ausstrahlung der blutigen Kämpfe verboten. Bereits am Freitag hatte das bayrische Institut einstimmig das Verbot ausgesprochen – explizit deklarierte sie mit Hinblick auf die Verfassung die 'massive Gewalt und die menschenverachtenden Tabubrüche' als nicht hinnehmbar.

Seit März 2009 hatte das DSF jeweils in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Stunden die Sendung 'Ultimate Fighting Unleashed' ausgestrahlt, dafür hatte der TV-Sender exklusive Verträge mit der Ultimate Fighting Championship-Organisation (UFC) geschlossen. Bei der brutalen Sportart treten zwei Kämpfer aus unterschiedlichen Kampfrichtungen in einer Art Käfig gegen einander an – bis auf Bisse und Stiche in die Augen ist dabei alles erlaubt!

Zwar muss das DSF keine Strafe zahlen, die Landeszentrale aber drängt nun darauf, das umstrittene Kampf-Programm so schnell wie möglich zu streichen. Vom Sender indes gab es zu dem Urteil nur ein knappes Statement. Geschäftsführer Zeljko Karajica erklärte: 'Wir werden zunächst intern prüfen, welche Konsequenzen diese Verfügung der BLM nach sich ziehen wird.' Insgesamt aber wolle sich das DSF der intensiv geführten Debatte nicht verschließen.

Allem Anschein nach ist mit dem nun gefällten Urteil das Schicksal von Ultimate Fighting im deutschen TV ein für alle Mal besiegelt. Auch Minister aus anderen Bundesländern wie Nordrhein Westfalen und Schleswig Holstein hatten sich in den vergangenen Wochen vehement für ein Verbot der Kämpfe ausgesprochen. Das DSF wird also ab sofort einen Ersatz für seine blutigen Programminhalte finden müssen...

Quelle: Spiegel.de
Bild: YouTube

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