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Lance Armstrong: Stürze bei der Tour, Ermittlungen in der Heimat

Einst war er der größte und unbestrittene Champion im Rad-Zirkus – heute kommen allerdings harte und bisweilen schwarze Zeiten auf Lance Armstrong zu. Zunächst endeten auf der achten Etappe dieser Tour de France alle Hoffnungen des Rekordsieger auf einen erneuten Triumph, dann kommen immer mehr Details zu den Doping-Ermittlungen in seiner Heimat ans Licht.

Aber alles der Reihe nach. Es war wohl die schwärzeste Etappe in der Radsportgeschichte des Lance Armstrong, in der er am Ende mit einem uneinholbaren Rückstand von über elf Minuten auf seine größten Konkurrenten ins Ziel kam. Gezeichnet von gleich drei Stürzen, mit blutenden Schulter und zerrissenem Trikot sah Armstrong wie der gefallene Champion einer vergangenen Zeit aus.

Dementsprechend anerkannte er beim Zieleinlauf auch seinen Niederlage: 'Das war ein schwarzer Tag, es hat sehr weh getan. Die Tour ist aus.' Dennoch – oder gerade deshalb – war der mittlerweile 38-jährige Texaner im Ziel der gefragteste Mann. Hunderte Journalisten und Fotografen tummelten sich um den umstrittenen Fahrer und wollten ein Blick auf ihn ergattern.

Aber das Ende aller Hoffnungen auf einen neuerlichen Toursieg dürfte nicht das einzige Problem sein. Kein Tag vergeht mehr ohne neuerliche Dopingvorwürfe, besonders aus dem Lager ehemaliger Fahrer mehren sich die Stimmen, die Lance Armstrong langjähriges systematisches Doping vorwerfen. Und dies hat nun vor allem Ermittler in seiner Heimat auf den Plan gerufen.

Allen voran der bekannten Doping-Aufklärer Jeff Novitzki sucht derzeit akribisch nach Beweisen und Indizien. Besonders im Fokus dürfte nun auch Armstrongs ehemaliger Kollege Tyler Hamilton sein, der zum Kronzeugen avancieren könnte. Sollten sich die Vorwürfe des systematischen Doping beim früheren Team US-Postal bestätigen, könnten vielen Beteiligten sogar Haftstrafen drohen...

Bild: YouTube

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