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Lance Armstrong: 1000 Seiten Doping-Urteil

Dass der Radsport schon seit längerem mit Doping-Vorwürfen verschiedener Art zu kämpfen hat, ist bekannt. Und auch die Akte des Ausnahmesportlers Lance Armstrong hat immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt ist die 1000 Seiten lange Urteilsbegründung gegen den Sportler von der Dopingagentur Usada veröffentlicht worden, und hier finden sich wirklich schockierende Informationen.

Denn das Doping von Lance Armstrong soll so professionell gestaltet gewesen sein, dass es die Welt des Sports noch nicht gesehen hat. Das Team "US Postal", unter dem der Radfahrer fuhr und dass anscheinend das Programm entwickelt hat, sei das "ausgeklügelste, professionellste und erfolgreichste Dopingprogramm" gewesen sei, dass jemals durchgeführt worden sei.

Der Athlet sei hier unter starken Druck gesetzt worden, Dopingmittel zu benutzen- und diese sind ja auch immerhin nicht gerade ungefährlich. Dennoch hatte sich Lance Armstrong dazu bereit erklärt- und ist auch dadurch lebenslang für den Radsport gesperrt. Seine Siege in den Jahren 1999 bis 2005 sollen ihm aberkannt werden, und seine Rolle als Weltsportler ist damit auch geplatzt. Wenn der Radsport-Weltverband jetzt dem Urteil zustimmt, verliert Armstrong diese Titel endgültig und damit auch den Ruhm, den er sich erarbeitet hatte.

Während die Welt des Sports diese Informationen heiß diskutiert, bleibt der Sportler von all dem relativ unbeeindruckt. Sein Fokus liegt inzwischen auf seiner Familie, und mit dieser verbringe er am liebsten seine Zeit. Der 41jährige, der in dritter Ehe verheiratet ist und auch eine Krebserkrankung überstanden und hinter sich hat, scheint inzwischen andere Prioritäten im Leben gefunden zu haben, die ihm eine innere Distanz zu den Vorwürfen schaffen: er sei davon "unberührt".

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