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Luis Suárez beißt Gegenspieler Chiellini: Sperre wegen Beißattacke beim WM-Spiel Uruguay - Italien

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Luis Suárez und wird von den Medien mittlerweile als "der Kannibale" bezeichnet - Grund sind die Beißattacken des Fußballers aus Uruguay. Bereits dreimal hat Suárez in seiner Karriere gebissen - diesmal traf es den Italien-Verteidiger Giorgio Chiellini bei dem gestrigen Spiel Uruguay gegen Italien. Die Skandalakte des Torjägers wird damit immer länger.

Die Beißattacke gegen Giorgio Chiellini ereignete sich kurz vor dem Siegtor von Uruguay in der 80. Minute des Spiels. Luis Suárez stürmte in den italienischen Strafraum, neben ihm lief Italien-Verteidiger Chiellini. Der Ball war weit weg von ihnen, die zwei aber beharkten sich packten sich an den Trikots. Dann beugte sich Luis Suárez nach vorne und biss zu - seine Zähne bohrten sich in Chiellinis rechte Schulter. Chiellini schrie vor Schreck auf, schlug mit dem Ellbogen gegen Suárez' Kopf, beide gingen daraufhin zu Boden.

VIDEO: Beiß-Attacke von Luis Suarez gegen Chiellini beim WM-Spiel Uruguay vs Italien

Der Schiedsrichter Marco Rodriguez hat die Biss-Szene nicht gesehen - sie fand abseits des Spielgeschehens statt. Chiellini zog sein Trikot beiseite und versuchte so auf die Bissspuren aufmerksam zu machen. Doch Suárez kam dennoch ohne Karte davon. An einer Sperre - wenigstens fürs das WM-Achtelfinale - wird der Uruguay-Star Suárez wohl nicht vorbei kommen. Die Fifa hat ein Disziplinarverfahren gegen den Nationalspieler Uruguays eröffnet, so die offizielle Mitteilung des Fußballverbandes am frühen Mittwochmorgen.

In einer ersten Reaktion nach dem Spiel Uruguay - Italien und dem Sieg Uruguays ging Luis Suárez nicht auf seine Beißattacke ein. "Die Mannschaft hat erneut Geschichte geschrieben in Brasilien. Wir haben in jedem Moment Selbstvertrauen gezeigt und diesen Sieg verdient", erklärte Suárez. "Uruguay ist weiter. Wir werden diesen schönen Moment feiern." Verantworten muss er sich aber in jedem Fall. Schiedsrichter-Experte Urs Meier erklärte im ZDF: "Jetzt wird natürlich die Fifa mit dem Schiedsrichter sprechen, ob er die Attacke beurteilt hat. Wenn nicht, dann kann die Fifa den Videobeweis nehmen und Suárez sperren. Es steht explizit im Regelwerk, dass man nicht beißen darf." Das Bissopfer Chieliini sagte: "Es ist völlig klar. Suárez wusste sehr gut, dass er etwas getan hat, was er nicht hätte tun dürfen. Er hätte Rot verdient gehabt." Und sein Nationaltrainer Cesare Prandelli meinte: "Ich habe die Szene nicht gesehen, aber ich habe die Bissspuren an Chiellini gesehen. Es ist eine Schande."

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Es ist leider nicht das erste Mal, dass Suárez zubiss. Schon zweimal ist der Topstürmer in der Vergangenheit wegen Beißattacken negativ aufgefallen. So hatte er beim Saisonbeginn sechs Spiele aussetzen müssen, weil er am 21. April 2013 Chelsea-Spieler Branislav Ivanovic in den Arm gebissen hatte. Auch in Suárez' Zeit bei Ajax Amsterdam gab es einen Vorfall. Er hatte im November 2010 den PSV Eindhoven-Spieler Otman Bakkal in die Schulter gebissen.

Und damit nicht genug. Luis Suárez fiel auch schon des öfteren wegen rassistischer Beleidigungen auf. Nach schweren Vorwürfen wegen Rassismus gegen Patrice Evra von Manchester United war Suárez Ende 2011 für acht Spiele gesperrt worden. Evra sagte damals: "Er hat versucht, mich aufzuziehen. Es gibt Kameras – und da sieht man, wie er mindestens zehnmal ein bestimmtes Wort zu mir sagt. Dafür ist im Jahre 2011 kein Platz." Suárez hingegen lernte offenbar nichts aus den Vorfällen. Im Februar 2012 versagte er dem dunkelhäutigen Patrice Evra den obligatorischen Händedruck vor dem Anpfiff. United-Teammanager Sir Alex Ferguson sprach damals von einer "Schande für den FC Liverpool".

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