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Jan Ullrich gesteht erstmals Eigenblutdoping

Er war ein Held des Radsports, doch dann fiel er tief, als er in Verdacht geriet, seine Erfolge mit verbotenen Mitteln errungen zu haben. Jan Ullrich hat jahrelang beteuert, dass er niemals gedopt habe und sich damit einigermaßen lächerlich gemacht. Nun hat er in einem Interview mit dem FOCUS zugegeben Eigenblutdoping gemacht zu haben.

Er habe mit dem berüchtigten Dopingarzt Eufemiano Fuentes aus Spanien zu tun gehabt. Einem Schuldeingeständnis kommt dies in Augen von Ullrich aber immer noch nicht gleich. Denn: "Ich habe damit lediglich für Chancengleichheit gesorgt, denn das haben alle gemacht."

In der Welt von Jan Ullrich sei dies legitim, denn er habe nichts genommen, was die anderen nicht auch genommen haben. Er sagt: "Betrug fängt für mich dann an, wenn ich mir einen Vorteil verschaffe, dem war nicht so." Er spricht immer wieder auf die Chancengleichheitan, die er sich habe verschaffen wollen.

Doch wer glaubt, dass Ullrich nun reinen Tisch machen wolle, der sieht sich getäuscht. Der Tour de France-Sieger lehnt es nach wie vor ab, den Kampf gegen Doping tatkräftig zu unterstützen. Er wolle diese Ära nun hinter sich lassen und in die Zukunft blicken. Am liebsten wäre es Jan Ullrich wohl, wenn gar nicht mehr über das Thema gesprochen wird.

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