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GP von Ungarn: Schumacher vs Barrichello

Michael Schumacher ist seit Jahren dafür bekannt, dass er einen sehr gefährlichen und teils auch rücksichtslosen Fahrstil pflegt. Beim Formel 1 Grand Prix in Ungarn erhielten die Zuschauer mal wieder eine Kostprobe davon, denn Schumi drängte den Brasilianer Rubens Barrichello in Runde 66 fast an die Betonmauer.

Der Williams-Pilot Rubens Barrichello war nach dem Rennen außer sich vor Wut. 'Ich mag faire Duelle, aber das war nicht fair', sagte er und sprach vom 'gefährlichsten Verteidigungsmanöver seiner Karriere'. An seinem ehemaligen Ferrari-Teamkollegen Schumacher ließ er kein gutes Haar. 'Man spricht mit ihm, aber am Ende glaubt Schumacher immer, dass er Recht hat.' Barrichello bezeichnete Schumi als 'verrückten Kerl'.

Hier das Video zum Vorfall:

Der Grund für Barrichellos Wut ist nachvollziehbar. In Runde 66 begann er mit seinem deutlichen schnelleren Williams ein Überholmanöver gegen Schumis Silberpfeil. Es ging um Platz 10, den letzten WM-Punkt. Den wollte der Deutsche unbedingt haben und machte einen Schlenker nach rechts, Barrichello war gegen die Betonwand gedrückt. Erst im letzten Moment lenkte Schumi ein und ließ Barrichello passieren.

Dass der Brasilianer wohl richtig liegt, mit der charakterlichen Einschätzung Schumis, verdeutlicht dessen Reaktion auf das Manöver. Denn der Ex-Weltmeister sagte nur mit seinem gewohnten Schwiegermuttergrinsen: 'Wir sind hier nicht auf einer Kaffeefahrt.' Und legte weiter nach: 'Wir haben uns nicht berührt, also habe ich genug Platz gelassen.' Das Regelwerk erlaube, die Linie zu wechseln. Und außerdem: Wer ihn überholen wolle, müsse sich das verdienen, meinte Schumi. Sein Manöver kommt ihn trotzdem teuer zu stehen. Die FIA bestrafte Michael Schumacher dafür, dass er Rubens Barrichello an die Betonmauer drängte, Schumi wird beim nächsten Grand Prix in Spa in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt.

Bild: formel1.de 1, 2, 3

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