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Gespräche zwischen China und Tibet

Zum ersten Mal seit in Tibet die Unruhen ausgebrochen sind, haben sich chinesische Regierungsvertreter mit Delegierten des Dalai Lamas getroffen. Damit sind Gespräche wieder aufgenommen worden, die vor zehn Monaten abgebrochen wurden. In sechs Treffen seit 2002 kam es zu keinem nennenswerten Erfolg zwischen den Parteien.

Die Forderungen Chinas an das geistliche Oberhaupt der Tibeter sind dabei recht deutlich. Man erwartete zwar zum Auftakt der Gespräche angeblich positive Ergebnisse, der chinesische Präsident Hu Jintao äußerte vor der Presse aber: "Wir hoffen sehr, dass die Seite des Dalai Lamas durch ihre Handlungen zeigen kann, dass sie separatistische Aktivitäten, Anstiftung zur Gewalt und die Sabotage der Olympischen Spiele in Peking tatsächlich eingestellt hat."

Dem Dalai Lama und seinen Anhängern wird sowohl von der Regierung Chinas, als auch von den staatlichen Medien vorgeworfen, gezielt die Unruhen und anti-chinesischen Proteste inszeniert zu haben, um den Olympischen Sommerspielen in Peking im Vorfeld zu schaden. Der beteuert nach wie vor, sich für sein Volk nur kulturelle Unabhängigkeit zu wünschen. Im Ansatz scheinen der harte Ton der Chinesen und die Wünsche der Tibeter immer noch unvereinbar, so dass ein erneuter Abbruch der Gespräche wahrscheinlich ist.

Wie wir bereits berichteten ist das Olypmische Feuer derweil in China angekommen. Nach 20 Ländern wird es nun von zahlreichen Chinesen durch die Provinzen des Kernlandes begleitet. Ein prominenter Fackelträger ist der Martial-Arts-Star Jackie Chan. Währenddessen musste der seperate Fackellauf auf den Mount Everest mehrfach unterbrochen werden. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse müssten die Bergsteiger seit drei Tagen auf 6.500 Metern verharren, da fehlen noch mehr als 2.000 Meter bis zur Spitze.

Quelle: Reuters.com
Bild: Bobb Lovett (Flickr)

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