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Formel1: Hamiltons Einspruch scheitert - Grand-Prix-Premiere in Singapur

Nachdem der britische Formel1-Pilot Lewis Hamilton seinen Sieg in Spa abgeben musste, sind er und sein Rennstall McLaren-Mercedes nun auch mit ihrem Einspruch vor der FIA gescheitert. "Es war lang und intensiv. Und ich war beeindruckt, wie intensiv die Beratungen waren", gab der 23-jährige Formel1-Star von sich, noch bevor er von der schlechten Ausgang der Beratungen aus seiner Sicht erfuhr. Hamilton hatte wegen eines Überholmanövers eine umstrittene 25-Sekunden-Strafe bekommen, die ihn von seinem Sieg auf den dritten Platz beförderte.

Lewis Hamilton hatte in Spa abgekürzt, um den Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen zu überholen. Anschließend ließ er in den Regeln entsprechend passieren, konnte ihn später trotzdem wieder überholen. Die FIA brummte ihm darauf die Strafe auf, gegen die McLaren-Mercedes vorgehen wollte. Die Richter mussten allerdings feststellen, dass laut Reglement generell keine Einsprüche gegen Zeitstrafen möglich sind. Hamilton sagte: "Die Leute glauben jetzt wohl, ich wäre niedergeschlagen, aber das ist nicht der Fall. Ich bin lediglich enttäuscht." Statt zu jammern wolle er sich nun auf das nächste Rennen in Singapur konzentrieren. Das ist auch nötig, durch die FIA-Entscheidung ist Ferrari-Pilot Felipe Massa in der Gesamtwertung inzwischen auf einen Punkt an den führenden Briten herangekommen.

Der angesprochene Grand Prix am kommenden Wochenende in Südostasien ist in mehrerer Hinsicht historisch. Das Rennen auf dem "Marina Bay Circuit" ist nicht nur die erste Formel1-Veranstaltung in Singapur überhaupt, es ist zugleich das erste Nachtrennen. Das erste Mal in der 58- jährigen Geschichte der Formel1 fahren die Piloten unter Flutlicht. Da durch die knapp 1.500 Scheinwerfer die klassischen Flaggen an den Streckenposten nur schwer zu erkennen wären, kommen im Abstand von 300 Metern auch digitale Leuchtafeln zum Einsatz, mit denen sich fast alle Flaggensignale anzeigen lassen.

Reifenhersteller Bridgestone markierte für das Rennen außerdem die Reifen mit reflektierender Farbe. Für die Piloten macht das keinen Unterschied, an den Fernsehbildschirmen am Rand der Strecke ist so aber leichter festzustellen, welche Reifen benutzt werden. Beim Großen Preis von Singapur werden zwischen 80.000 und 90.000 Zuschauer erwartet, das wäre auch ein ordentlicher Einstand in die Formel1.

Quelle: Kicker.de
Bild: LewisHamiltonFans.com, SingaporeGP.sg

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