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Finale der Giganten: Paul Biedermann vs. Michael Phelps

Nach seinem Sieg mit Weltrekord über 400 Meter Freistil fordert Paul Biedermann nun Schwimm-Superstar Michael Phelps über 200 Meter Freistil heraus. Und der Amerikaner ist immer noch sichtlich beeindruckt von Biedermanns Weltrekord. Auch andere deutsche Schwimmer erreichten heute Finalläufe. Und die deutschen Wasserballdamen gewinnen ihr erstes Match bei dieser WM und spielen nun um Platz 9.

Zwar kein Weltrekord, aber immerhin Europarekord schwamm Paul Biedermann im Halbfinale über 200 Meter Freistil. Die Vorläufe überstand er locker, auch wenn die Zeiten da noch nicht so gut waren. "Ich war noch ziemlich kaputt, ich wusste nicht, dass Feiern so anstrengend ist", sagte der frisch gebackene 400 Meter-Freistil-Weltmeister dem TV-Sender Eurosport.

Nun freut sich der Deutsche aber auf das Finale gegen Michael Phelps. Der Schwimmstar aus den USA war im Halbfinale 1,5 Sekunden langsamer als Biedermann. Trotzdem hält ihn der Deutsche für den besseren Schwimmer. Aber: "Ich habe bereits einen Plan, wie ich ihn schlagen kann", sagte der 22-jährige Hallenser. Phelps selbst ist sichtlich beeindruckt von seinem Kontrahenten aus Germany: "Ich kann immer noch nicht glauben, dass er diesen 400 Meter-Weltrekord geknackt hat. Das war der beste Weltrekord, den es gab."

Einige Funktionäre können das anscheinend auch nicht so richtig begreifen. Deshalb musste sich Paul Biedermann Fragen bezüglich Dopings stellen. Aber der Deutsche zeigte dafür Verständnis. Natürlich müsse er sich solche Vorwürfe gefallen, sagte er. Aber Biedermann versicherte, dass er absolut sauber sei und an die 20 Kontrollen in diesem Jahr gehabt habe.

Ebenfalls heute im Finale stehen Sarah Poewe über 100 Meter Brust und Helge Meeuw über 100 Meter Rücken. Während Poewe sich als Achte nur knapp für den Endlauf qualifizierte, katapultierte sich Meeuw mit der zweitschnellsten Zeit in den Favoritenkreis. Hendrik Feldwehr hat sein Finale schon hinter sich. Über 100 Meter Brust belegte er einen guten siebten Platz. Knapp am Finale vorbeigeschwommen ist dagegen Staffel-Silbermedaillengewinnerin Daniela Samulski über 100 Meter Rücken. Ihre Endzeit reichte zwar nur zu Platz 9, aber 59,77 Sekunden bedeuten für sie aber einen neuen deutschen Rekord.

Ihren ersten Sieg bei dieser Weltmeisterschaft fuhren die deutschen Wasserballdamen ein. Im Platzierungsspiel gegen Neuseeland siegten sie mit 8:7. Nun spielen sie um Platz 9. Der Gegner wird am Donnerstag Gastgeber Italien sein. Am heutigen Dienstag schauen aber alle Sportfans in aller Welt erstmal auf das Finale der Giganten zwischen Paul Biedermann und Michael Phelps, das um 18 Uhr losgeht.

Bild: eurosport.de eurosport.de

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