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FC Bayern blamiert sich in St. Petersburg

Angepeilt war das Triple: Gewinnen wollten sie die Meisterschaft, den DFB-Pokal und vor allem den UEFA-Pokal. Besonders für einen sollte es der krönende Abschluss einer überragenden Fußballer-Karriere werden, Oliver Kahn.

Seit gestern ist jedoch klar, daraus wird nichts. Zwar haben die Münchener den DFB-Pokal gewonnen und werden wohl auch an diesem Wochenende bereits wieder Deutscher Meister, im UEFA-Pokal allerdings setzte es gestern eine vernichtende Niederlage bei Zenit St. Petersburg.

Nachdem man im Viertelfinale furioserweise gegen die Spanier aus Getafe eine Runde weitergekommen war, dachten alle, dass es mit dem Gewinn der europäischen Trophäe lediglich eine Formalie sei.

Mit derlei Überheblichkeit kam man so bereits im Hinspiel vor einer Woche in München nur zu einem zweifelhaften 1:1, und so hätten die Bayern gestern in St. Petersburg schon gewinnen müssen. Gezweifelt aber hatte daran niemand.

Was dann aber folgte war eine der erschreckensten Degradierungen in der Geschichte des FC Bayern. Chancenlos ballerten die Russen den deutschen Club mit 4:0 aus dem Stadion. Oliver Kahn verstand die Welt nicht mehr.

Ihm allerdings ist kein Vorwurf zu machen. Vielmehr dem Rest der Mannschaft und besonders seiner Abwehr. Lustlos und phlegmatisch ließen sie jede Kampfbereitschaft vermissen und stellten ihren Keeper vor unlösbare Aufgaben.

Fassungslos waren im Anschluss die Gesichter der Spieler sowie der Verantwortlichen. Trainer Ottmar Hitzfeld hatte derartiges in seiner langen Trainerkarriere sicherlich noch nicht erlebt. Und auch er wird sich denken, dass Oliver Kahn einfach einen würdigeren Abschied von der internationalen Bühne verdient gehabt hätte.

Bild: probek (Flickr)

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