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Fazit zur Frauenfußball WM: Boom bei Mädchen nicht in Sicht

Das Finale der Frauenfußball WM 2011 in Deutschland ist nun ein paar Tage vorbei und nun beginnen die Verantwortlichen langsam damit, ein erstes vorsichtiges Fazit zu ziehen. Eins ist klar, rein sportlich gesehen dürfte die Endrunde im eigenen Land eine Katastrophe gewesen sein, niemand hatte damit gerechnet, der Favorit aus Deutschland könne bereits im Viertelfinale gegen Japan ausscheiden.

Doch eben jene Japaner wurden bekanntermaßen am Ende Weltmeister, besiegten im Finale sogar Deutschlands großen Widersacher USA, was dann wieder zur Freude bei Silvia Neid und Co geriet. Doch eigentlich hatte der DFB noch viel weitreichendere Ziele - mit einer starken Leistung der sympathischen deutschen Spielerinnen erhoffte man sich einen regelrechten Boom für den Frauenfußball.

Doch wie sieht es in Sachen Nachwuchs so unmittelbar nach der WM aus? Wie N-tv.de berichtet, verkünden Vereine und Verbände bislang überhaupt keinen außerordentlichen Zuwachs. Zwar hatte der DFB noch vor ein paar Tagen stolz seine Mitgliederzahl von 6,7 Millionen präsentiert und betont, darunter seien auch mehr als eine Million Frauen, doch das dürfte es auch gewesen sein.

So bemerkte der Berliner-Verband exemplarisch auf Nachfrage: 'Wir merken noch kein gestiegenes Interesse'. Und weiter: 'Einen Boom wie nach dem Sommermärchen 2006 wird es so nicht geben.' Dennoch aber gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Das Fazit kann also lauten: Frauenfußball verzeichnet seit Jahren langsam aber stetig steigende Zuwachsraten, daran wird auch die enttäuschende WM 2011 nicht viel ändern.


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