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Fackellauf in Unruheprovinz Xinjiang – Uiguren protestieren

In den letzten Wochen war es relativ ruhig um das Thema Olympia und die Problematiken des Fackellaufes geworden – wir berichteten. Nun aber scheint der Konflikt um das Politikum in eine nächste Runde zu gehen, denn die Olympische Fackel soll nun in der Unruheprovinz Xinjiang getragen werden. Die Provinz Xinjiang ist ähnlich wie die Region Tibet von einer chinesischen Minderheit bewohnt – den Uiguren. Diese muslimische Bevölkerungsgruppe kämpft wie Tibet für Freiheit und gegen Unterdrückung.

Nun soll die Olympische Fackel in den nächsten Tagen in diese Region gebracht werden, und dies früher als eigentlich geplant, dies gab nun die Pekinger Olympia-Organisation BOCOG bekannt. Denn eigentlich sollte dies erst in ein bis zwei Wochen geschehen. Und jetzt regt sich der Protest besonders der Exil-Uiguren, die hinter dem inszenierten Fackellauf nur einen weiteren Versuch der Machtdemonstration gegenüber der muslimischen Minderheit vermuten.

Der Sprecher des Weltkongresses der Uiguren – Dilxat Rexit – sagte: "Die chinesischen Behörden wollen das Ereignis nutzen, um die weitverbreitete Unzufriedenheit der Uiguren zu verdecken." Weiter gab Rexit an, China habe seit Wochen die Aktivitäten der Uiguren überwachen lassen, um Proteste gegen die Veranstaltung zu verhindern. Ob also die Olympische Fackel wie geplant nach Xinjiang gebracht werden kann, und ob es zu Auseinendersetzungen mit den Uiguren kommen wird, muss abgewartet werden.

Quelle: FAZ.net
Bild: YouTube

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