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Fackellauf durch Hongkong

Nachdem das Olympische Feuer am vergangenen Mittwoch in China angekommen ist, soll es heute durch die Hafenmetropole Hongkong gehen. Es wird mit 200.000 Zuschauern gerechnet. Ebenso werden nach den Demonstrationen der letzten Wochen, weitere Proteste von Tibet-Anhängern erwartet, wie sie der Fackellauf auf seiner 19-Länder-Reise mehrfach erlebt hat.

Rund 3.000 Polizisten sollen die Proteste gegen die chinesische Regierung unterbinden. Tatsächlich sind die Demonstranten aber dermaßen in der Unterzahl, dass sie schon Schutz bei der Polizei vor wütenden Nationalisten suchen mussten. "Glaubt ihr, das ist hier Paris?" riefen die Zuschauer den Menschenrechtsaktivisten zu, um klar zu machen, dass Proteste wie in Frankreich in Hongkong nicht geduldet werden würden.

Erste Aufnahmen vom Fackellauf in Hongkong



Wegen der einseitigen Berichterstattung und dem gestörten Fackellauf in Paris protestierten gestern noch immer Hunderte Chinesen vor Geschäften der französischen Supermarktkette "Carrefour". Im Internet wurde publik, dass ein Eigner von "Carrefour" Anhänger des Dalai Lama sei, was der Konzern bereits zurückgewiesen hat. Chinas Regierung verlangt von der Bevölkerung, auf Boykotte und heftige Proteste zu verzichten, da man nur der eigenen Wirtschaft schade.

Nur zehn ausländische Journalisten dürfen dabei sein, wenn am Wochenende die Fackel auf der Spitze des Mount Everest in Tibet angezündet werden soll. Exil-Tibeter und andere Kritiker sehen es als Provokation und Verdeutlichung von Chinas Herrschaftsansprüchen an, dass Tibet in die Zeremonie einbezogen wird. Nach Hongkong sollen noch 117 Stationen der Fackel auf dem chinesischen Festland folgen.

Quellen: FAZ.net, tagesanzeiger.ch

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